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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
Entstehung
Seite
XVII
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Vorwort.

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Schon in seinem dritten Bericht (vom 10. März 1880) konnte Kappmitteilen, daß er mit Anfertigung eines chronologischen und sachlichenIndex an die Verarbeitung der gesammelten Materialien herangetretensei. Wie aus dem vierten Bericht zu ersehen, begann er im Sommer1880, um sich, wie er sagt, Bedenken und Zweifel aus dem Kopfe zuschlagen und seine Kraft zu erproben, an die Darstellung selbst zu gehen.Im Sommer, während des Aufenthalts auf dem Lande, ward die neuereGeschichte, vor allem die Ausbeute des berliner Archivs, in Angriff ge-nommen, im Winter 1880 auf 1881 wurden die Anfänge der Buch-druckerkunst und der ersten Entwickelung des Buchhandels bearbeitet. Eineerste Frucht dieser letztern Studien war ein Vortrag, welchen Kapp imFebruar 1881 vor einem zahlreichen und gewählten Publikum in derSingakademie zu Berlin über Gutenberg" gehalten hat.

Von jetzt an ging die Fortsetzung der Ausarbeitung mit der Fort-setzung der Quellen- und Litteraturstudien Hand in Hand. Die Dar-stellung des ersten Jahrhunderts des Buchhandels machte besondere undstets neue Schwierigkeiten, und doch mußte dieser Zeitraum am aus-führlichsten behandelt werden, weil in demselben die Grundlage für daseigenartige Geschäftsgetriebe des deutschen Buchhandels gelegt worden ist,und weil die über denselben vorhandenen Vorarbeiten, mehr als die überdie spätern Zeiten, sich nur auf Einzelheiten erstreckten und des organi-schen Zusammenhangs entbehrten. Gleichwohl hoffte Kapp in seinem(am 1. April 1832 erstatteten) vierten Bericht, gegen Ende 1883 denDruck des ersten Bandes in Angriff nehmen zu können, hielt an dieserHoffnung auch noch in dem fünften Bericht (vom 14. Januar 1883) fest,und teilte im sechsten Bericht (am 20. Januar 1884) mit, daß infolgedes Todes von August Kapp dieses Ziel nicht habe erreicht werden können.

Kapp hatte sich nach und nach dahin schlüssig gemacht, den gesamtenStoff seines Werkes in zwei Bänden zu verarbeiten. Im fünften Be-richt begründet er diese Einteilung wie folgt:

Der natürliche Schluß des ersten Bandes fällt in die zweite Hälfte,gegen Ende des 17. Jahrhunderts. Im 17. Jahrhundert erlebte derdeutsche Buchhandel seine bis dahin höchste Blüte und seinen tiefstenNiedergang; jene unmittelbar vor dein Dreißigjährigen Kriege, diesenmit dem im Gefolge des letztern auftretenden politischen, wissenschaftlichenund wirtschaftlichen Elend. Es scheint mir deshalb auch das Beste, den

Kapp. I. d