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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
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Vorwort.

1878; im Herbst des Jahres folgte der Besuch von Düsseldorf und Köln ,sowie später von Bremen und Hamburg ; der ganze Winter 1878 auf1879 wurde den eingehendsten und sorgfältigsten Studien in dem Ge-heimen Staatsarchiv zu Berlin gewidmet. Daran schloß sich im Mai1879 ein Besuch des städtischen Archivs in Frankfurt a. M., welcher imMai des folgenden Jahres wiederholt werden mußte. Im Juni 1880war Kapp in Dresden, im Herbst 1881 zum zweiten mal in Augsburg ,Ende März und Anfang April 1883 in Wien , und den Abschluß dieserThätigkeit machte der verhängnisvolle Besuch des Nusss ?1g.Qtin inAntwerpen am 15. bis 19. Oktober 1884, von welchem er zu Tode er-krankt nach Berlin zurückkehrte. Der Zweck dieses Besuchs, über einigedunkle Punkte des buchhändlerischen Geschäftsbetriebes und der Messenin Frankfurt a. M. Klarheit zu schaffen, wurde im wesentlichen erreicht.Das leipziger Archiv hat Kapp nicht selber durchforscht; die Aktender sächsischen Bücherkommission wurden hier erst zu einer Zeit gleich-sam wieder entdeckt, als er schon an die Ausarbeitung des Werkes selbstging. Er konnte sich hier aber auf die Beihilfe Dr. Albr. Kirchhoffsstützen.

In den Archiven beschränkte sich Kapp meist darauf, alle vorhandenenAkten einer genauen Durchsicht zu unterziehen und diejenigen Aktenstückesodann zu verzeichnen, welche für die Arbeit von Bedeutung waren. Ab-schriften dieser Aktenstücke ließ er demnächst anfertigen. Ein umfangreichesMaterial ist auf diese Weise gesammelt worden, welches teils bei Bear-beitung des ersten Bandes benutzt werden konnte, teils dem einstigenFortsetzer und Vollender des Werkes sicherlich von großem Werte seinwird. Das Material ist wohlgeordnet dem Börsenverein der DeutschenBuchhändler von den Hinterbliebenen übergeben worden. Bei Bearbei-tung der reichen archivalischen Schätze von Zürich und Basel wurde derVerfasser in wirksamster Weise durch seinen Freund und Vetter AugustKapp in Zürich unterstützt. Auch an der Ausarbeitung einiger Ab-schnitte des Werkes wollte sich dieser beteiligen, als ihn ein schweresLeiden aufs Krankenlager warf, welchem er 26. Juni 1883 erlegen ist.

Bei seinen archivalischen Studien fand Kapp überall das liebens-würdigste Entgegenkommen und die nachhaltigste Hilfe sämtlicher Archiv-beamten. Er hat allen diesen Förderern seiner Arbeit in seinen Berich-ten wiederholt den aufrichtigsten Dank ausgesprochen.