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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
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132 Augsburg : Kleinere Drucker. Die beiden Othmar. Siegm. Grimm. ^Zweites

1528 leitete. Inwieweit Ryumanu oder Präunleiu bei der Firma be-teiligt waren und ob ersterer bereits die Spekulationen in Zinn ein-leitete, welche den letztern in schwere Verlegenheiten brachten, bleibt un-klar. Es darf aber nicht vergessen werden, daß ja Rynmann denSchriftguß betrieb und bei diesem damals Zinn Verwendung fand.Präunlein siedelte um das Jahr 1550 nach Öhringen über und mußhier vor 1558 gestorben sein.

An den Ruhm dieser hervorragenden Buchdrucker und Buchhändlerreicht der der folgenden, hier wenigstens mit Namen anzuführendenDrucker nicht heran, obgleich sie zum Teil manche ganz tüchtige Leistungenaufzuweisen haben. Da scheint zunächst Hans Schobser, 1488 bis 1493,mit Auton Sorg in Verbindung gestanden zu haben, da in seinen Druck-werken die Charaktere dieses Druckers vorkommen; Peter Berger, 1489;Johann Froschauer oder Schauer, 1494 bis 1519; Christoph Schattier,1493; Lukas Zaisseumayer, 1495 bis 1502, und Georg Nadler,-1508bis 1521, der auch mit Erhard Öglin zusammen druckte, sind mehr oderweniger unbedeutend. Von Jakob Wacker, 1503; Hans Pirlin, 1506;Johann Sittich, 1511; Johannes Erphordianus, 1519; R. Chaim benDavid, 1534 bis 1536; Matthäus Elchinger, Philipp Uhlhard, KasparTatz, um 1536, gibt es nur noch einige wenige Drucke als Zeugen ihrerThätigkeit, dagegen ist bedeutend als erster Drncker hebräischer SchriftenErhard Öglin von 1505 bis 1518. Auch Johann Othmar, der wan-dernde Typograph, welcher zuerst in Reutlingen, sodann in Tübingen und schließlich in Augsburg arbeitete, entfaltete hier eine bemerkenswerteThätigkeit, wobei er sich besonders durch den Druck deutscher Schriftenauszeichnete. Ein Sohn desselben war wahrscheinlich Sylvan Othmar, derdie Kunst von 1514 bis 1530 ebenfalls erfolgreich ausübte. JohannesMiller, 1514 bis 1519, ist durch seine Freundschaft mit dem gelehrtenKonrad Peutinger bekannt, dessen geistiger Anregung man zum gutenTeil die verdienstliche humanistische Richtung des Millerschen Verlagszu danken hat.

Von größerer Bedeutung, als die bisher genannten sind dagegen zweiandere Buchdrucker oder wenigstens Besitzer von Pressen, SiegmundGrimm und Marx Wirsung. Jener war aus Zwickau gebürtig undDoktor der Medizin. Er kam gegen 1512 nach Augsburg , wurde indas städtische medizinische Kollegium aufgenommen und trat im folgenden