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^Zweites
der Buchführer Peter Element auch Warenhandel: er handelte mit Wolleund wird 152? sogar Tuchmacher genannt. Ganz allgemein aber scheinendie Buchhändler Papierhandel betrieben zu haben." Kachelofen starbim Jahre 1529, aber in etwas zurückgekommenen Verhältnissen.
Melchior Lotter , der Nachfolger Kachelofens, wird schon 1491 alsvielbeschäftigter leipziger Drucker angeführt. Er war gebürtig aus Aueim Erzgebirge und erwarb 1498 das leipziger Bürgerrecht. Waun undwie lange er mit seinem Schwiegervater gemeinschaftlich und wie langeer allein gearbeitet hat, ist aus dcu Quellen bis jetzt nicht zu ermittelngewesen. Genug, er übernahm jedenfalls im ersten Jahrzehnt des neuenJahrhunderts das Geschäft Kachelofens und brachte es durch Fleiß undGeschicklichleit zu einer noch höhcrn Blüte. Einen Namen machte ersich zunächst durch eiue große Anzahl von Missalen, Breviarien undPsalterien, deren Typeu und Holzschnitt-Initialen zu dem Besten gehören,was der Missaldruck überhaupt geschaffen. Wegen der Schönheit seinerAusstattung erhielt Lotter bis iu die zwanziger Jahre unter andern alleDruckaufträge, welche das Bistum Meißen zu vergeben hatte, dessenVertrauen ihm weit und breit großen Ruf verschaffte. So druckte erim Jahre 1513 das Breviarium des Erzbischofs Ernst von Halle , 1517ein Missale für die Diöcese Brandenburg, 1518 ein havelberger Brevia-rium und 1527 ein Psalterium für das neue Stift in Halle. In Leipzig scheint sich der Rat damals mit seinen Druckanfträgen ausschließlich anLotter gewandt zu haben; alle städtischen Verordnungen, Mandate undPatente gingen ausschließlich ans seinen Pressen hervor. Großartig aberwar vor allem Lotters eigene Verlagsthätigkcit. Außer zahlreichen philo-sophischen uud theologischen, auch einzelnen juristischen und mathemati-schen Schriften, Grammatiken, Poetiken und Wörterbüchern ließ er sichnamentlich den Druck der alten Klassiker mit korrektem Text und saubererAusstattung angelegen sein, zn welchem Ende er vielfach die Hilfe derleipziger Professoren in Anspruch nahm. Seinen offenen Laden hatteLotter in Leipzig unterm Rathause, der bis 1524 von Lorenz Fischerverwaltet wurde und in welchem er außer seinen Büchern auch Perga-ment und Papier verkaufte. Den auswärtigen Vertrieb seiner Verlags-artikel und seines Sortiments, bis auf die Märkte von Posen und Bres-lau, besorgten ständige Buchführer: Urban Port, Achatius Glov. Nach-weislich war Lotter auch der Kommissionär Ulrichs von Hütten. Dieser