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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
Entstehung
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Kapitel.)

Die Familie Elsevier . Ludwig Elsevier.

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des holländischen Buchhandels gegenüber dem deutschen überhaupt, er-losch: die Familie Elsevier (Elzevir).

Ludwig Elsevier, der Stammesälteste dieser Geschäftsdynastie, geborenum 1540 in der Umgegend von Löwen und gestorben im Februar 1617in Leyden, taucht zuerst in den sechziger Jahren als Bnchbiudcr in Ant-werpen aus. Ketzerischer Ansichten verdächtig, muß er unter Alba insAusland fliehen und wendet sich nach Wesel , dem Zufluchtsort der da-mals vertriebenen niederländischen Protestanten, wo auch sciu dritterSohn Ägidius um 1570 geboren wird. Einige Jahre später kehrt er,von der spanischen Amnestie Gebrauch machend, nach Flandern zurückund läßt sich als Buchbinder in Douai nieder, dessen nenerrichtete Uni-versität Aussicht auf Beschäftigung bietet. Elsevier will aber nicht inden Schoß der katholischen Kirche zurückkehren, was man noch nachträg-lich von ihm verlangte, setzt deshalb seit 1580 sein Geschäft als Buch-binder in Lehden fM und verbindet damit nach einem Aufenthalt vonwenigen Jahren einen kleinen Buchhandel. Sein bescheidener Laden standauf dem Grund und Boden gegenüber der Universität, welche ihn? dieBauerlaubuis gegeben hatte, und enthielt hauptsächlich ein Sortimentvon Handbüchern zum akademischen Gebrauch. Am 15. September 1583schuldete Ludwig Elsevier dem damals hochberühinteu Ehristoph Plantiu,für welchen er früher in Antwerpen als Buchbinder gearbeitet hatte, einenBetrag von 1270 Gulden und verpfändete ihm dafür sciu ganzes Habund Gut, welches Plantin, da der Schuldner später nicht zahlen konnte,auch in der That an sich zog. In demselben Jahre 1583 wird LudwigElsevier auf dem Titel einer kleinen lehdener akademischen Schrift zuerstals Buchhändler genannt; aber es dauert noch nenn Jahre, bis er 1592seinen ersten eigenen Verlagsartikel, einen Eutrop, veröffentlicht. Erstvon 1594 au folgen mit einer gewissen Regelmäßigkeit andere Werte,doch aber nur in beschränkter Zahl.

Es erschienen bei Ludwig Elsevier von 1592 bis 1617 im ganzen101 Bücher und zwar bis 1600 in keinem Jahre mehr als 4, von 1600bis 1613 nie mehr als neun, 1614 10 und 1616 12. Eine Druckereihat er nie besessen, dagegen ließ er bei seinem Enkel Jsacck, Sohn vonMathias, arbeiten; dieser hatte 1616 eine solche gekauft, veräußerte sieaber 1625 au die Geschäftsuachfolgcr seines Großvaters für 9000 Gulden.Diese Druckerei bildete die Grundlage der glänzeuden Elsevicrschcn Drucker -