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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
Entstehung
Seite
631
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Kapitels Schreiben Friedrichs IV. an Kurfürst Christian II. von Sachsen. 6Z1

fast dahin lautet, als ob sie allem und fürnemlich zu Abschaffung deran sich selbst straflichen Famosschriften angesehen und gemeint, in welchemFall der Kahserl. Majestät wie auch dem Kammergericht gebührlichesEinsehen in des Reichs Abschieden ausdrücklich vorbehalten. , Dieweilaber jedoch keine rechte kamogi lidslli und xg-s^uilli sonderlich in svgroßer Anzahl und Menge alle Messen und täglich (wie in gedachterKommission gemeldet wird) Herfür kommen und in den Buchladen zuFrankfurt feilgeboten werden, so will es uns nicht unzeitig das Ansehenhaben, daß hier nur weit umb Bücher und Schriften, welche den Pa- -Pisten wehe in den Augen thun, im Grund gemeint und unter solchemxraetsxtu eben dieses gesucht werde, wie man der evangelischen Theo-logen und anderer wider die papistischen Greuel und Irrthum streitendeund sonsten in Religionssachen ausgehende sorixta mit einander, unterdiesem Scheine und Anzeige, daß darin die katholische Kirche , derenHaupt und Glieder, geistliche Fürsten und Prälaten, Clerisei und Priester-schaft, auch alle solcher alten Religion zugethane sowohl Herrschaften alsUnterthanen, hohen und niedern Stands angegriffen und injuriirt seien,dämpfen und unterdrücken, und derweil es mit ihrer der Papisten ge-wöhnlichen Verkehrungen kein Ansehen und Nachdruck mehr haben will,anitzo sx eg-pits äs tamosis 1ibs11i8 ausmustern und verbieten möge.Dergestalt, daß man solche evangelische Bücher durch diese IriumviroZund vermeinte LolliiQi88!>.rio8 bei dem Kahserlichen Hof für unzulässigangeben und alldafurders unter mißbrauchtem Namen und Autorität derKays. Majestät xro oaloulo Fk8uitarum dafür erklärt und damnirtwürden, alsdann derselben Feilhabung und Verhantirung und in derMesse zu Frankfurt (in welchem smxorio fürnemlich diese Waare bisdahero ganz ihren Lauf durch Luroxarn genommen) noch auch andernOrten nicht statthaben sollten; auf welche Weise denn, da die Censur sobis dahero vermog obangezogener Reichsabschiede allein jedes OrtesObrigkeit obgelegen, anitzo dem Papst und seinem Anhang über alleBücher gebüren sollte, hinfüro kein gut Buch, darin die antichristlichenIrrthümer widerlegt, im Reiche würde ausgehen können, und hergegendie Jesuiter der Arbeit solche Bücher zu widerlegen (so ihnen ohne dasunmöglich), überhoben und durch diesen Streich ein gewonnenes Spielhaben würden.

Dieweil denn hieraus genugsam zu merken, womit die Widersacher