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Quellennachweise und Anmerkungen.
so) Kirchhofs, A., Beiträge. I, 8—40; das Weitere nach einem inzwischenerst gedruckten Vortrag desselben.
si) Meyer, L. E., Die Buchdruckerkunst in Augsburg bei ihrem Entstehen.Augsburg 1840. S. 25.
ss) Daselbst S. 26 und Butsch, A. F., Die Bücher-Ornamentik der Renais-sance. Leipzig 1878. S. 24.
<-Z) Haßler, K. D., Die Buchdruckergeschichte Ulms. Ulm 184«. S. 10—87.
s«) Centralblatt für Bibliothekswesen. Leipzig 1884. Heft 6. S. 231 fg. undHeft 8. S. 313. Es steht nach Jlgensteins Ausführungen fest, daß von Hohenwangnur ein einziges Druckwerk existiert, welchem er seinen Namen als Drucker beisetzte;es ist dies die „Summa Lostisnsis" von 1477 (Hain Nr. 8961). Da in diesemWerke die Angabe des Ortes fehlt, dagegen in einem zweiten, mit denselben Typenhergestellten Werke, der Guldin Bibel (Hain Nr. 1363(1), die gedruckte Schlußschriftbesagt: „Ris suciet ciis Auiäiv Lidsl ^eäruokt, ?u ^uAsdurZ", so ist es klar,daß der Druck beider Werke in der letztern Stadt vor sich gegangen ist. Währendferner Haßler auch den deutschen Vegetius, als dessen Übersetzer sich Hohenwangin der Vorrede kund gibt, dem letztern als Drucker zuschreibt, zeigt Jlgenstein,daß dieses Werk die gleichen Typen aufweist, wie sie Johann Wiener in Augsburg angewandt hatte, daß mithin auch hier ein augsburger Druck vorliegt. Schließlichaber stellt sich auch noch heraus, daß ebenso noch ein anderes Hauptwerk, das nachHaßler von Hohenwang gedruckt sein soll, von ihm nur herausgegeben ist, währendder Druck selbst in Basel bei Michael Furter stattgefunden hat. Aus einer an-dern Ausgabe dieses letztern Werkes, Wimphelings „vs Käs cionoudinÄruin", sinddie interessanten Holzschnitte in Rich. Muthers Werke: „Die deutsche Bücherillustra-tion der Gothik und Frührenaissance" (Taf. 94—103) reproduziert worden. Manhat ohne Kritik auch diese Ausgabe Ludwig Hohenwang zugeschrieben, der jedochauch hier nur der Verfasser der darin enthaltenen deutschen Verse und Motti ist,während als Drucker vielleicht Johann Grüninger in Straßburg angesehen werdendarf. Das Ergebnis dieser Untersuchungen, die von dem genannten Verfasser amSchlüsse seiner Abhandlung tabellarisch zusammengetragen sind, ist, daß LudwigHohenwang nur als Drucker der beiden obengenannten Werke und zwar zu Augs-burg gelten darf, während es mehr als zweifelhaft bleiben muß, ob er auch iden-tisch mit dem Verfertiger der Holzschnitte ist, welcher sich in einer Ausgabe oer,,^rg moiisväi" daselbst „liuävix 2g vlin" genannt hat.
ss) Klemms Katalog. S. 328—330.
es) Wustmann, G., Die Anfänge des leipziger Bücherwesens. Leipzig 1879.S. 11.
e?) Hase, O., Die Koburger Buchhändlerfamilie zu Nürnberg. Leipzig 1869.Eine vortreffliche Arbeit, unentbehrlich für die Kenntnis und Würdigung A. Ko-bergers, leider zur Zeit vergriffen. Vom Verfasser vielfach benutzt (Eine neue,vollständig umgearbeitete Auflage ist während des Druckes erschienen.)
ss) Kirchhofs, A., Johann Herrgott, Buchführer von Nürnberg , und seintragisches Ende, im Archiv f. Gesch. d. Deutschen Buchhandels. I, 15—56.