Quellennachweise nnd Anmerkungen.
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ArsxKis üs lliiei'rv Äl^rtsas. Nalinc-s 1852. — Ilnltinp, lliiei^ ^larteusS'^Iost. I.a «a^'L 1807.
s?) Llsclss, V., ?Iiö Lio^rapli^ allcl ?^l>c>Ai^jzIi^ »5 ^Villinrll Laxtou.Züe^or^ 1882. S. 2l!—32
ss) Jlgenstein, M., William Caxtons Thätigkeit in Köln im Centralblattfür Bibliothekswesen. 1884. Der Schüler und Nachfolger Caxtons, Wynkyn deWorde , sagt in der Vorrede seiner englischen Ausgabe von Bartholomiius vonGlanvilla'S, „vs pi-opiistati^us rsrurr»", daß sein Meister Cuxton zuerst das la->teinischc Original in Köln gedruckt habe. Hat man nun auch bis heute kein Exem-plar dieser Ausgabe aufgefunden uud ist ihre Existenz daher noch zweifelhaft, so darfman doch nicht ohne weiteres die daraus wohl hervorgehende Thatsache, daß Caxton überhaupt in Köln gedruckt habe, für falsch erklären. Denn müßte auch angenommenwerden, Wynknn dc Worde schreibe seinem Meister irrigerweise den Druck zu, so konnteer, Caxtons Schüler und zwar höchst wahrscheinlich schon ans dein Kontinent, un-möglich darin irren, ob Cuxton zuerst in Köln oder in Brügge gedruckt habe. Danun aber auch Caxtou selbst in der Vorrede seines „üsens^I" sagt, daß er dieÜbersetzung zu Köln beendet, und in der Schlußrede, daß er darauf die Ausübungder Buchdruckerkuust auf eigene Kosten erlernt habe, so kann es wohl kaum einemZweifel unterliegen, daß Köln der Druckort war. Ohnehin stüuoc auch der gegen-teiligen Ansicht, welche Brügge dafür hält, entgegen, daß dessen erster TypographColard Mansion die Kunst erst im Jahre 147«! auszuüben begann, während dieÜbersetzung des Werkes durch Caxtou schon am 19. September 1474 in Köln voll-endet war. Naturgemäß geht also aus diesen Erwägungen hervor, daß nur Köln die Lchrstätte Caxtons gewesen sein kann, denn in keiner Stadt der damaligenburgundischcu Staaten wurde zu jener Zeit die Buchdruckerkuust bereits ausgeübt.
Zg) Xvrc>i>, (?., Liilrag til dsr> d^uslcs LoZli^uclsIs Historie. XopeullaAeri1870. I, 59—60.
4o) Lorck a. a. O. I, S. 75, und Falkeustciu a. a. O. S. 298.
-ir) 8?s,dö, L., Rö^i ^I^'ar Könz-irtiii' »ü 1531—1711. Luelspsst, 1879.S. 1—11.
Viertes Kapitel.Das Äußere des Buchs.
1) Marquardt, Römische Privataltcrthümer. Leipzig 1864—1867. II, 390.
2) Birt, Das antike Buchwesen. Berlin 1882. S. 46 fg. — Egger iMston-sclu liivrs, 3. 1^6. ?kl-is s. 6. x. 57 fg.) führt mehrere Beispiele von Papiernotin Zeiten des MißwachseS der Papprusstaude in Ägypten an. Znr Zeit des Tibe-rius war vorübergehend ein solcher Mangel an Schreibstoff in Rom , daß, wie beieiner Hungersnot, der Vorrat rationenwcise zugeteilt wurde. Derselbe Autor er-innert daran, daß in Paris gegen Ende der Belagerung von 1870/71 das Papierauszugehen anfing. Häufiger kommt es in der Gegenwart vor, daß die Fabrikenaußer Stande sind, mit der Druckthätigkeit Schritt zu halten.