I.
A)as ist nicht alles geschrieben und geredet wordenüber den Einfluß, welchen Paris auf die übrige Welt aus-übt. Aber hat man jemals die Frage aufgeworfen überden Einfluß, den Paris von der übrigen Welt empfängt?Diese Stadt ist gewissermaßen ein uugeheurer Schmelztiegel,aus welchem die Jahrhunderte geschöpft haben. Man weißsehr wohl, was daraus hervorgegangen, aber niemand weiß,was hineiugeflosseu. Bald Großes, bald Kleines hat sichüber die Welt von Paris ans verbreitet. Stürme derRevolution und Abgeschmacktheiten der Mode, Krieg undFriede, Aufklärung nnd Verdunklung, mächtige Anläufe undschwächliche Rückfälle, selbst den Maßstab für den Reichtumhat man wie den Maßstab für die Kleider ans Paris ent-nommen. Weiß dieses so stolze und so kokette Paris nunwenigstens, was es sagt, wenn es „Ich" sagt? Seid Ihrauch ganz gewiß, Ihr Pariser, daß Ihr es seid, die in St.Petersburg, in Rom oder in Berlin zur Verminst undThorheit verleiteten? Wenn nun Plötzlich jemand den Deckelaufhöbe und euch zeigte, daß es Russen, Italiener, Polen ,Deutsche sind, die sich in diesen Ameisenhaufen einschleichen,Eure Sprache, Enre Formen annehmen, ihre und Eure Ge-schäfte besorgen und Euch, wie es eben kommt, mit Ruhmoder Schande bedecken, ohne daß Ihr eine Ahnung davonhabt, und sie selber ebenso wenig? Merkt Ihr nicht, daßdie immer mächtiger einströmenden Wasser sich nicht zurück-