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schlechter Frankreichs angehörend, trat später zu. Es wardie harmlose Zeit, da die politische Nichtigkeit Deutschlands seinen Gelehrten die zutrauliche Anerkennung ihrer nachbar-lichen Gönner und Mitarbeiter in vollem Maß sicherte.Drei Sektionen sollten die hauptsächliche Mitarbeiterschaftder verschiedenen Gelehrtenkreise gruppieren: eine deutsche,eine italienische und eine französische. Das Institut stelltesich bald nach seinem Entstehen unter den Schutz des da-maligen Kronprinzen, nachmaligen Königs von Preußen,Friedrich Wilhelm IV. Alle unsere hervorragenden Alter-tumsforscher haben selbstredend innige Beziehungen zu diesemMittelpunkte der Archäologie gepflegt. Nennen wir außerden bereits erwähnten als eifrige Förderer nur noch: OtfriedMüller , Böckh, A. W. v. Schlegel, Lepsius, Mommsen,Meineke, Curtius. Die Hauptthätigkeit für die Festigungund Erweiterung der Anstalt ging von dem dazu am bestensituierten und eifrigst gesinnten Herrn v. Bunsen aus, dersie auch unter Dach und Fach brachte. Das tarpejischeHaus nämlich, an der Stelle gelegen wo früher, sagt man,der verhängnisvolle Felsen gestanden, dicht am Forum und,wie sprichwörtlich bekannt, am Kapital, wurde der Sitz derGesellschaft, welche sich an das hier ursprünglich von Bunsengegründete evangelisch-deutsche Hospital anbaute (1835 bis1838). Das Institut war ursprünglich darauf angelegt,nachdem einmal seine Gründungskosten von den Interessentenbestritten worden, sich selbst durch den Vertrieb der vonihm veröffentlichten Werke zu erhalten. Auch leistet bisauf den heutigen Tag der Erlös dieser Arbeiten noch einenwesentlichen Zuschuß zu dem Budget der Anstalt. Nurwar dieselbe bereits im Jahr 1843 so ansehnlich und um-fassend geworden, daß dieser Einnahmeposten allein nichtmehr zur Ausgleichung der Bilanz hinreichte und eine ge-wisse Schuldenlast aufgelaufen war. Um dieser peinlichen