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1 (1898) Studien und Meditationen aus 35 Jahren
Entstehung
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Nach dem Text genannter Statuten hat dasInstitut fürarchäologische Korrespondenz" (so lautet der offizielle Titel)zum Zweck:auf dem Gebiete der Archäologie und den ver-wandten Gebieten der Philologie die Beziehungeil zwischenden Heimatländern alter Kunst und Wissenschaft und dergelehrten Forschung zu beleben und zu regeln, und die neuaufgefundenen Denkmäler der griechischen und römischenEpoche in rascher und genügender Weise zu veröffent-lichen." Das Institut ist bis heut eine königlich preußischeAnstalt, zwar der Form nach unter der obersten Leitungder Berliner Akademie (philosophisch-historische Klasse),in der That aber mit seiner Eigenthätigkeit in Rom , wozwei Sekretäre, unterstützt von zwei Assistenten (Stipen-diaten) der wesentlichen Führung der Geschäfte obliegen.Diese Geschäfte konzentrieren sich zunächst auf Betreibungund Verfolgung solcher Arbeiten, durch welche die sichtbarenSpuren der Lebensäußerung der Völker von Rom undGriechenland zu Tage gefördert und verwertet werden. DasInstitut hat seinen Korrespondenten in jeder kleinen Stadt,man könnte sagen in jedem Dorf Italiens, *) erhält undverbreitet die Kunde von jedem neuen Funde. Die Er-gebnisse seiner Forschung bringt es zunächst auf zweifachemWeg in die Öffentlichkeit. Monatlich erscheint ein HeftLullsttirio äsAli ^ims-li Instituts", außerdem giebtes jährlich zwölf TafeluNonvunsiiti insäiti dsll' In-stituto" mit einem Textband,^.imali".

Hauptgegenstand der Darstellung und Behandlung sinddie Fünde der Ausgrabungen, soweit sie sich auf die Kunst,die Topographie und die Epigraphik beziehen. Diese Publi-

*) Rede des Professors Dr. Forchhammer im preußischen Ab-geordnetenhaus am 25. Januar 1868. Man vergleiche auch den Aufsatzvon Gustav Floerke, in Nr. 24 derGegenwart " von 1872 und diedaselbst erwähnte Jubiläumsschrift von Gerhard.