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ihnen die Firma Wernher Beit <k Co. hervor, die ausHamburg stammt. Den größten Gewinn hat das Hausmit der „Deep Level" genannten Mine gemacht, die heuteetwa 300 Millionen Mark wert sein soll. Ein jüngererPartner des Hauses, namens Taylor, hat sich kürzlich mitdem bescheidenen Vermögen von 400 000 Pfund Sterlingzurückgezogen.
Das Publikum, welchem diese Meteore vor den Augenherumblitzen, möchte gern nachlaufeu. Aber wie soll mandie richtige Mine erraten? Um diesem tiefgefühlten Be-dürfnis entgegenzukommen, haben sich Gesellschaften gebildet,welche die unsicheren Schritte der kleinen Kapitalisten leitenwollen und sich nicht auf einzelne Objekte beschränken. Dieberühmteste dieser Gesellschaften ist die englisch -afrikanischeChartered-Company, an deren Spitze Cecil Rhodes steht.Die ersten Beteiligten haben enorme Summen verdient.Man erzählt, daß der Erbe eines großen Reiches unterdiesen Glücklichen gewesen und dadurch in den Stand ge-setzt wurde, seine langjährigen und zahlreichen Gläubigerzu befriedigen, welche diese glückliche Wendung Wohl herzlichbedauern. Hinter dem großen Publikum stürmt natürlichdas kleine her. In Paris ist schon wieder der Kurszettelder Bergwerkspapiere in allen Portierslogen zu finden. Inden Eisenbahnwagen, die nach der Umgebung fahren, redensich die Insassen auf die letzten Börsennotizen au, man hörtnur von East-Nand, Simmer and Jack, Robinson zc. er-zählen. Bis jetzt ist alles vortrefflich gegangen. Manschätzt den in Paris gemachten Gewinn auf 700 MillionenFranken, etwa die Hälfte dessen, was an Panama verlorenwurde. Wien , welches im Geschäftsgeist mehr Verwandt-schaft zu Paris hat, als Berlin , rüstet sich. Bereits machtdie Börse große Umsätze in Goldaktien, das Publikum wirdnachfolgen. Doch bis jetzt steht noch alles weit hinter