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dieser Einleitung gehört ihrer Natur nach die „Konklusion",mit welcher der Verfasser seineu neuesten dritten und letztenBand schließt. Sie lautet iu der Quintessenz wie folgt:„Napoleons und Alexanders maßlose Pläne haben nurdazu geführt, Eugland groß zu machen, d. h. Rußland be-drohliche Gegnerschaften zu bereiten, ohue ihm irgendwiezur Erreichung seiner politischen Ziele zu helfen. Nach ver-schiedenen Annäherungsversuchen und Irrungen ist endlichdie Solidarität beider Länder zum Dnrchbruch gekommen,sowohl fiir das nationale Bewußtsein als in einem Auf-schwung der Liebe, der zn einem Pakt der Völker wird,nachdem der Versuch zwischen deu beiden Herrschern 1807und 1808 sich als vergänglich erwiesen. In dem neuenEinverständnis erblickt ein Beobachter, welcher nicht demAnsturm seiner Gefühle folgt, sondern mitten im Geschreider Menge sein kaltes Blut behält, ein unermeßliches Heilsür die beiden Vaterländer uud zugleich ein Opfer; eineBürgschaft der Sicherheit und Würde; auch die „Vertagung"überlieferter Projekte des Ehrgeizes uud unzerstörbarerHoffnungen (iriclöstrrivtiklss ssxsraruzss); ein gemeinsamesOpfer dargebracht dem Frieden nnd der Menschheit. DieAllianz könnte sich zum Wahlspruch nehmen: iriaintisrulr^i.„Nachdem sie das, von jetzt an erneuerte und vereinfachte,Gleichgewicht Europas wiederhergestellt, hält sie den be-stehenden Zustand aufrecht, ohne seine Gefahren und seineMängel zn verkennen, sie hält die bewahrten oder einge-nommenen Stellungsnahmen aufrecht, ja sogar die Unge-rechtigkeiten der Vergangenheit (Polen ?) um größere zuverhüten. Konservativ und defensiv wird sie nur in Aktiontreten, um ehrgeizige Friedensstörungen zu zügeln, dasGleichgewicht der Kräfte zu sichern und an Stelle jedesEroberungsgelüstes billige Verteilung des Einflusses zu setzen.Dies ist ihr Daseinsgrund, ihre Größe und ihre Grenze."