schaftliche Berechtigung dieser Entwicklung nachzuweisen.Konnte man bis dahin nicht einwenden, dass jene hohe Lebens-haltung des englischen Arbeiters auf unsicheren Boden gebaut sei,dafs sie unhaltbar werde mit dem Aufkommen konkurrierenderIndustrien in Ländern sog. billiger Arbeit, dafs sie durchden Druck des Weltmarktes zurückgeschraubt werden müsse?Demgegenüber versuchte ich im vorhergehenden auf demGebiete der ältesten Grolsindustrie der Welt nachzuweisen,wie es gerade der Druck des Weltmarktes war, dem derGrofsbetrieb und das Maschinenwesen seinen Ursprung ver-dankt, und wie die Fortentwicklung von beiden eine Hebungder ihnen dienenden Klassen notwendig macht. Wenn diewirtschaftliche Berechtigung des socialen Fortschritts behauptetwird, so ist dies jedoch nicht so zu verstehen, als ob dersociale Fortschritt aus bewufster Erfassung seiner wirtschaft-lichen Vorteile stets oder nur häufig gemacht werde; hierwirkten zum mindesten jene früher geschilderten socialen Be-wegungen stark mit.
Es sei erlaubt, zur Verdeutlichung dieses Verhältnissesein Bild zu brauchen. Die Höhe, welche gewisse Klassen dergelernten englischen Industriearbeiter erreicht haben, ist ähn-lich dem ragenden Giebelfeld eines Tempels, dessen markigeFiguren weit hinaus in die bewegte See leuchten, dem zagendenSchiffer durch Sturm und Wellen den Weg zum Hafen deutend.Jener Giebel ruht auf Säulen, die nicht zum geringsten Teilder Opfersinn der Bürger errichtet hat: aber sie würden denGiebel nicht tragen und der Opfersinn der Bürger würde nichtsausrichten, wenn der Bau, statt auf sicherem Felsengrund,auf zerfliefsenden Sandboden gebaut wäre. Ähnlich sind allesocialen Bemühungen fruchtlos ohne einen starken wirtschaft-lichen Untergrund kräftiger und technisch fortschreitender Gross-industrien.