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es ist, welche die Arbeitszeiten verlängert. Mattenfabriken,Segeltuchfabriken, Zündholzfabriken u. s. w. haben nachSwjatlowski vielfach 16—18stündige Arbeitszeit. Hören wirnoch Janschull 1 über die Moskauer Mattenfabriken; es sinddas Handwebereien in Werkstättensystem, wobei sich meistzwei Erwachsene und zwei Kinder gemeinschaftlich ver-dingen :
„Die Arbeitszeit beginnt Sonntags Abend 9 Uhr; derMann, die Frau und zwei Kinder arbeiten ununterbrochen bis4 Uhr morgens. Der Mann webt, die Frau leistet Hilfsarbeit,die Kinder spulen den Bast. Um 4 Uhr legt sich der Mann hinund die übrigen arbeiten weiter bis 7 Uhr morgens; um 7 Uhrsteht der Mann auf und legt sich die Frau nieder und schläftbis 9 Uhr; dann legt sich eines der Kinder und schläft bis1 Uhr. Während dieser Zeit arbeiten die Erwachsenen un-unterbrochen; das zweite Kind schläft dann bis 4 Uhr. Von4 Uhr nachmittags bis 2 Uhr nachts arbeiten alle ununter-brochen und dann schlafen sie zwei oder drei Stunden bis 4oder 5 Uhr morgens u. s. w. Die Hälfte der Arbeiter sindKinder, von denen sehr viele nicht 10 Jahre alt sind, jaman findet schon Kinder von 3 Jahren an der Arbeit. Nachdem Ausdruck des Besitzers einer Mattenfabrik sind sie gegenOstern, wenn die Arbeit eingestellt wird, „so schwach, dafs einWind sie umbläst". Das, was wir in dieser Hinsicht in denBerichten der Fabrikinspektoren lesen, begreifen wir nurunter der Voraussetzung, dafs der Arbeiter periodisch aufdas Land zurückkehrt, hier Wochen verschläft und so neueKräfte sammelt.
Bei dem steten Zuflüsse vom Lande konnte die Industriezunächst Arbeitergenerationen aufbrauchen, ohne auf Ersatzdurch Inzucht zu rechnen. Einer ständigen Arbeiterbevölke-rung solche Arbeitszeiten aufzuerlegen, wäre eine physiologischeUnmöglichkeit.
1 Janschull a. a. 0. S. 44.