Zuständen festhält. Europäische Wirtschaftsformen sind un-trennbar von europäischen Denkweisen, und letztere hören indem Mafse auf, nur „europäisch" zu sein, als die WirtschaftEuropas sich zu einer den Globus umspannenden Weltwirt-schaft erweitert. Mit den Eisenbahnen und der SchiffahrtEuropas eignet sich Japan in erstaunlichem Mafse europäischeBildung an. In der Zeit, da die englischen Blaubücher dieEntwicklung einer indischen Grofsindustrie vermelden, legenindische Verfassernamen in englischen Zeitschriften und dieBerichte der indischen Universitäten Zeugnis ab von der Ver-breitung europäischer Wissenschaft in diesem neben Chinagewohnheitsmäfsigsten aller Länder. Selbst der „Sohn desHimmels" denkt, nachdem ihm Eisenbahnen aufgezwungenworden sind, an die Errichtung einer Hochschule nacheuropäischem Muster. Und die Slaven, selbst hochbegabteEuropäer, deren Blut den Deutschen von heute reichlichbeigemischt ist, sollten eine Ausnahme machen? Der Augen-schein zeigt das Gegenteil. In dem Mafse, als die Slavensich freimachen von naturalwirtschaftlicher Gebundenheit, ver-fallen sie europäischen Idealen in Litteratur und Politik. Diesweifs K. Leontief 1 . Eine teuflische Kraft, die über das mensch-liche Verständnis hinausgeht, sieht er, der starre, byzantinischeReaktionär, in der von Europa ausgehenden Demokratisierungund Nivellierung. Auch Rufsland sei auf die Dauer kaumzu bewahren, es sei denn durch Erhaltung seiner „Barbarei".„Wie der Arzt am Bett eines hoffnungslos Kranken, sowünscht Leontief das Verhängnis nur so weit als möglichaufzuschieben 2 ". —
Die Entwicklung der Thatsachen schien die Slavophilenbald überholen zu sollen. Soeben hatten sie den Beginn einerbesonderen slavischen Kulturperiode verkündet, als Rufsland