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Gegebenen. Glücklicherweise ist in fortschreitenden Volks-wirtschaften die Gewalt der Thatsachen ein unbeugsamer Lehr-meister, der ebenso den Blick der Utopisten zur Erde zurück-zwingt, wie er das Auge selbst des Reaktionärs nach vorwärtsrichtet.
Die Politik der Abkehr von Europa konnte für das neu-zeitige Rufsland nicht mehr als eine vorübergehende Ent-wicklungsstufe bedeuten. Zunächst erlitt das Programmdes Panslavismus Schiffbruch. Zwar wurde Europa nochneuerdings durch den Mund des „Generals " Kamaroflf beiGelegenheit der Palackyfeier in Prag daran erinnert, dafspanslavistische Stimmungen als mächtige Unterströmung nochheute vorhanden sind. Aber dennoch hat jene Bewegungzweifellos ihren Höhepunkt längst überschritten. Das offizielleRufsland eines Nikolaus II. steht ihr fern. Auch auf demGebiete der Gedankenbewegung ist die Vorhut heute weit überPanslavisten wie Volkstümler hinaus.
Zunächst durchzieht das auswärtige Programm des Pan-slavismus ein Widerspruch, dessen zeitweise Uberbrückungmöglich war in der Wolkenregion der Slavophilen, nicht aberin der Welt der harten Thatsachen, zu welcher die Panslavistenhinabstiegen.
Rufsland, der Vorkämpfer slavischer Freiheit, hält nurmit Gewalt dasjenige der slavischen Völker darnieder, welchesauf Grund einer alten und ruhmvollen Geschichte am frühesteneine eigene Kultur hervorgebracht hat. In ihrer Stellung zuPolen zeigt sich am schärfsten der Gegensatz zwischen demälteren und dem jüngeren Geschlechte der Schule. SelbstSamarin, der doch unter den Slavophilen am meisten diepolitische Seite vertrat, sah in Polen den slavischen Bruder,welchem eine selbständige Entwicklung zu ermöglichen sei.Gerade ihre Stellung zu Polen bildete den wichtigsten Gegensatzder Slavophilen zur damaligen Regierungspolitik. Der jüngereNationalismus dagegen billigt die nach dem Aufstande von1864 angewandten Gewaltmafsregeln und verlangt Beschränkungder polnischen Sprache wie der katholischen Kirche . Be-zeichnend für die weitverbreitete Auffassung der polnischen