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finanzpolitische Bedingtheit der Handelspolitik, über ihreZusammenhänge mit der Währungs- und Kreditpolitik desStaates finden sich bei Mendelejeff nicht einmal Andeutungen.Wie phantastisch die von Mendelejeff vertretenen Pläne sind,zeigt z. B. der Vorschlag, unter Einführung prohibitiverKohlenzölle den Verkehr zwischen den Küsten des Baltischenund des Schwarzen Meeres ausschliefslich russischen und inRufsland gebauten Schiffen vorzubehalten; man solle alsdanndie südrussischen Kohlenwerke und Reeder zum Kohlenexportüber Gibraltar in die Baltische See mit Prämien antreiben —Mafsregeln, die „eines Cromwell würdig wären".
Einstweilen waren trotz der allgemeinen Zollerhöhungenvon 1877 und 1881 die Schutzzöllner noch weit von ihremZiele entfernt. Noch 1878 wurde von einem Regierungs-komitee die zollfreie Eiseneinfuhr für Maschinenfabriken fürunentbehrlich erklärt. Erst mit der Aufhebung dieser Ver-günstigung 1880 wurde die entscheidende Bresche in das be-stehende System gelegt. Es folgten die Erhöhungen der R o h -eisenzölle vom 16. Juni 1884 und 21. April 1887, an welchesich die entsprechenden Zollerhöhungen für Walzeisen, Stahl,Maschinen u. s. w. anschlössen. Abschlufs fand diese Ent-wicklung erst in dem Zolltarif von 1891, welcher neben hoch-protektionistisehen für einige der wichtigsten hier in Betrachtkommenden Einfuhrartikel prohibitive Zollsätze enthielt. Diebei Roheisen gemachte Unterscheidung zwischen Land- undSeegrenze bedeutete eine Benachteiligung der für „ausländisch"erklärten polnischen Eisenindustrie, welche schlesisches Roh-eisen mit schlesischem Coaks verarbeitete.
Im Jahre 1880 wurde ein K oh lenzoll von 1 Kopekenpro Pud für die westliche Landgrenze eingeführt; 1884 ge-langte man zu einem allgemeinen Kohlenzoll, mit differentiellerBelastung der Schwarzen Meer-Häfen und der westlichenLandgrenze. In ihrem weiteren Verlaufe führte diese Ent-wicklung für das Schwarze Meer zu prohibitiven, für diewestliche Landgrenze zu hochprotektionistischen, für diebaltischen Häfen zu immer noch schwer lastenden Kohlen-zöllen. Die Unterscheidung zwischen baltischer See- und