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Tarif 1891 V ertragstarif
Art. 141. Blech (verzinntes Dünneisen), Pud 1,70 Kübel 1,55 RubelArt. 142. Stahl:
1. Band-und Sortierstahl jeder Art, Pud 0,60 „ 0,50 „
2. Stahlschienen (Rails), Pud 0,60 „ 0,50 „
3. in Blättern jeder Art, bis Nr. 25 ein-schliefslich nach dem Birminghamer
Kaliber, Pud 0,85 „ 0,65 „
4. in Blättern über Nr. 25 nach Birming-hamer Kaliber, Pud 1 „ 0,80 „
Um Eisen, Kohle und Baumwolle gruppierten sich eineMenge schwächerer Schutzzollinteressen, welche mit dem Siegejener ebenfalls auf ihre Rechnung kamen. Für die deutscheEinfuhr kamen von ihnen insbesondere in Betracht an Roh-stoffen und Halbfabrikaten: Wolle (Kammzüge), Häute undLeder, Blei, Zink, Zinn, Pelzwerk; an Fabrikaten: Woll -,Leinen- und Seidenwaren, Papier -, Glas- und Porzellanwaren,chemische Produkte, vor allem Maschinen und sonstige Fabri-kate aus Stahl und Eisen. Da, wie wir sahen, der russischeTarif in erster Linie das Ergebnis eines Kampfes zwischen dernationalen Industrie und der der westlichen Grenzprovinzenwar, so erwies sich die Widerstandskraft, welche hinter seineneinzelnen Posten stand, sehr verschieden. So starr die Hoch-burgen der nationalen Produktion verteidigt wurden, so ge-neigt war man und dürfte man auch in Zukunft sein, gewisseAufsenposten zu räumen.
Der wirtschaftliche Mittelpunkt Rufslands verschob sichmit der geschilderten Entwicklung nach dem Süden, woraufz. B. die wachsende Bedeutung des Schwarzen Meeres gegenüber den baltischen Häfen deutet. Die wirtschaftlicheHauptstadt des Reiches wurde Moskau — ein Parallelismusder slavophilen Lehre und der wirtschaftlichen Entwicklung.Nach den Berechnungen von Nicolai'—on haben in den dreiJahren 1886, 1887, 1888 die industriellen Gewinne im all-gemeinen um 18 °lo, die Gewinne der Baumwollindustrie, derenSchwerpunkt in Moskau liegt, um 133 °/o zugenommen 1 .
1 Nicolai—on, Abrifs unserer Volkswirtschaft seit der Reform.St. Petersburg 1893. S. 191—193.