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Volkswirtschaftliche Studien aus Rußland / von Gerhart v. Schulze-Gävernitz
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bei uns 60100 Kopeken (144216 Pfg.) Gold erhoben,während in Frankreich 14,826,6 Kopeken, in Österreich-Ungarn 6,625,3, in Deutschland 7,6 12,7 Kopeken erhobenwerden. Der Zoll auf eine Reihe verschiedener Eisen- undStahlerzeugnisse beträgt in Rufsland 170270 Kopeken fürein Pud, in Frankreich 26,653,3, in Österreich - Ungarn 5575 f in Deutschland 30,4 Kopeken; kleine Eisen- undStahlwerkzeuge für Handwerker und Landwirte sind in fol-gender Proportion besteuert: in Rufsland 1 Rubel 40 Kopeken,in Deutschland 50,776, in Österreich-Ungarn 50,6, in Frank-reich 4995 Kopeken. Von einem Pud grober, gebleichterund gefärbter Baumwollgewebe werden bei uns 14005800Kopeken Gold erhoben, in Frankreich 2502500, in Öster-reich-Ungarn 3231410, in Deutschland 618 Kopeken. Beivielen Waren müssen wir einen 56, ja 12mal so grofsen(Schuhwerk) und sogar einen 30mal so grofsen (Schreib-papier) Zoll zahlen als die Deutschen, Österreicher und Fran-zosen 1 ."

Selbst im Vergleich mit Amerika sind die Zollsätzewichtiger Positionen des russischen Tarifs hoch zu nennen.In Goldkopeken werden von einem Pud erhoben: Von Rund-eisen, Bandeisen und Stangeneisen, wie auch von Stahl 50bei uns und 25 in Amerika, von Stahl- und Eisenschienenbei uns 50, doi't 16,30, von Roheisen bei uns 30, dort 8,30Kopeken 2 ."

Bei wichtigen Positionen des Zolltarifs von 1891 handeltees sich geradezu um Prohibition. Der Zoll für bestesRoheisen zum Gufs wird von Peez auf 105 °/o, der für Walz-draht auf 170350% vom Werte der Ware berechnet inder Thateine höflich ausgedrückte Prohibition" 8 . Auch der

1 Issajeff, Zur Politik des russischen Finanzministeriums. Stutt-gart 1898. S. 11.

2 Vergl. Issajeff a. a. O. S. 13. So auch Bad zig, Die Eisen-industrie der ganzen Welt. Petersburg 1897. S. 59 (im Mac Kinleytarif14 Kop. pro Pud).

3 Peez, Zur neuesten Handeispolitik. Wien 1895. S. 102.