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und Kapital, welche wir oben am Beispiel der Baumwoll-industrie kennen lernten. Sie ist abhängig von Erz- undKokszufuhr.
Der altüberlieferte Sitz der russischen Eisenindustrie istder Ural. Der Reichtum des südlichen Ural an Eisenerzen,teilweise bester Qualität, ist unerschöpflich. Jedoch leidet derUral an Mängeln, zum Teil historischer, zum Teil natürlicherArt, auf die wir mit einigen Worten eingehen müssen.
a) Der Ural ist zunächst belastet mit der Vergangenheitder Leibeigenschaft, aus welcher Zeit ein grofser Teil seinerWerke herstammt. Die Arbeitsverschwendung ist ungeheuer;so betrug die Produktion des Ural 1893 in tausend Pud:
an Roheisen Eisen Stahl30 919 17 109 4546
Diese Produktionsmenge hätte nach Radzig in Belgien etwa 11000 Arbeiter, in Südrufsland circa 24000 Arbeitererfordert; im Ural nahm sie 142 000 Menschen in Anspruch 1 .Wahrscheinlich wiederholt sich auch hier die oben öftersnachgewiesene Erscheinung: die Kosten der Arbeit pro Pro-dukt sind trotz niedrigster Wochenverdienste im Ural höherals im Süden und Polen, höher jedenfalls als in Westeuropa und Amerika .
Im engen Zusammenhang hiermit steht die zurück-gebliebene Technik. Nur äufserst langsam ist man im Uralz. B. zur Errichtung von Wind-Erhitzern übergegangen, zuderen Heizung die der Gicht entströmenden Gase verwendetwerden. Noch 1893 arbeiten von 113 Hochöfen des Ural 39mit kalter Luft 2 .
Ferner entstammen die Eisenwerke einer Zeit, in welcherdie Wasserkraft die einzige mechanische Triebkraft war. Siesind infolge dessen in den Thälern des Gebirges zerstreut,
1 Vergl. Radzig, Die Eisenindustrie der ganzen Welt. Peters-burg 1897. S. 50.
2 So Radzig a. a. O. S. 49.
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