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die Verpflichtung, die Kohlen- und Eisenerze des Donez-beckens auszubeuten, eine Hütte für Schienen- und Handels-eisen-Fabrikation mit einer wöchentlichen Produktion vonwenigstens 100 t Roheisen anzulegen und in den zu eröffnen-den Kohlengruben für die Bedürfnisse der Regierung mindestens2000 t Steinkohlen zu fördern. Während einer Periode von10 Jahren gewährte hingegen die Regierung der Gesellschafteine Prämie von 50 Kopeken für das Pud fabrizirter Schienenauf ein Fabrikationsquantum, welches 3 Mill. Pud nicht über-schreiten sollte.
Zugleich wurde die Gesellschaft für die ersten Jahre ihresBestehens mit Aufträgen fest versehen. Sie versprach, derEisenbahnverwaltung im Laufe von 7 Jahren 2100 000 PudEisenschienen und 70 000 Pud Laschen zu liefern. Loco Hüttewurden für diese Lieferung 1,38 Rubel für das Pud Schienenund 2 Rubel für das Pud Laschen, die Prämie nicht einbe-griffen, bezahlt. Ferner erhielt die Gesellschaft die Konzessionzum Bau der Eisenbahn von Konstantinowka-Mariupol, welchedie Hütten-Anlagen mit dem Reichs - Eisenbahnnetz und derSee verbindet.
Hughes begann mit dem Bau seiner Hüttenanlagen imJahre 1870. Als Lage wählte er ein dem Fürsten Paul Livengehörendes, an den Ufern des Kalmiusflusses gelegenes Gebiet.Dasselbe umfafst eine Fläche von 150 Defsjätinen, und istauf eine Dauer von 90 Jahren in Pacht genommen. DerGesellschaft „Neu-Rufsland" steht das ausschliefsliche Rechtder Ausbeutung der Bergprodukte auf der betreffenden Flächezu. In Bezug auf Eisenfabrikation ist die Wahl des Standortesäufserst günstig ausgefallen; die Hütten liegen im Mittelpunktevon Backkohlenlagern bester Qualität, welche Flötze von 1—2Meter Mächtigkeit aufweisen.
Die Hochöfen verhütteten zuerst Erze, welche in demMariupoler Distrikte, 25 bis 40 Werst nach Süden hin vonder Hütte entfernt, gefördert werden. An Qualität standendiese Erze denen von Krivoi-Rog, welche heute in den Hughes-Werken verwendet werden, bedeutend nach.