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denen ein jedes etliche Tausend Arbeiter beschäftigt. DieserAufschwung hat zwei Ursachen, eine örtliche und eine allgemeine.In erster Hinsicht kommt die Herstellung einer Eisenbahn-verbindung zwischen den Kohlenbecken und den Erzlagernvon Krivoi-Rog in Betracht, welche 1882 erfolgte. Danebenaber gab einen entscheidenden Anstofs die allgemeineHandelspolitik der achtziger Jahre, welche in derzweiten Hälfte des Jahrzehnts die Einfuhr von Eisenbahn-material nach Rufsland geradezu unmöglich machte. Es wäredoktrinär, diesen ursächlichen Zusammenhang zu leugnen.
Insbesondere wurde durch das russische ProhibitivsystemBelgien getroffen, welches 1870 noch für 22 Millionen fr.,dagegen 1884 für nicht mehr 8 Mill. fr. nach Rufsland aus-führte. Belgien besafs nicht wie Deutschland , welchesebenfalls schwer geschädigt wurde, einen immerhin leidlichgrofsen heimischen Markt; gemäfs einer gewissen Vornehmheitder belgischen Handelswelt konnte es nicht durch weitherzigsteKreditgewährung den Kampf mit dem russischen Schutzzollaufnehmen, wie dies Deutschland vielfach gethan hat. Währendin Deutschland das in einer Industrie unbeschäftigte Kapitalbei dem allgemeinen Aufschwung leicht einer andern Industriezuflofs, war Belgien im Besitz grofser, Anlage suchenderMontankapitalien. Daher strömte belgisches Kapital seit derzweiten Hälfte der achtziger Jahre massenhaft nachSüdrufsland. Voran ging die bekannte GesellschaftKockerill von Seraing mit der Anlage eines Eisen- undStahlwerkes hei dem am Dnjepr -Flusse zwischen Ekaterinoslawund Krivoi-Rog gelegenen Dorfe Kamenskoje.
Neben dem belgischen Kapital hat sich besonders Frank-reich für die südrussische Eisenindustrie interessiert, währenddas englische Kapital verhältnismäfsig fern blieb 1 .