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geschäfte entsprangen nicht nur dem privaten Kredit-, sondernauch dem staatlichen Finanzbedürfnis 1 .
Blicken wir auf das Gesagte zurück.
Die K r e d i t b i 11 e t e durch Einführung wirklichbankmäfsiger Deckung auf die Höhe wahrerBanknoten zu erheben, mufs das Ziel aller russi-schen Währungspolitik sein; erst damit wäre dieGoldwährung innerlich vollendet. Dieses Ziel ist nur allmählichzu erreichen unter Veränderung der volkswirtschaftlichenStruktur des Ganzen von der Naturalwirtschaft zur Geld-wirtschaft. Hierzu aber ist nötig, wie wir oben sahen, eineverkehrsfreundliche, die Handelsumsätze vermehrende Handels-politik, welche die Geldwirtschaft in die breiteren Schichtendes Volkes fortpflanzt, und die schon unter diesem Gesichts-punkt die Grundlage aller Währungsreform ist.
Man gedenke der Vorgängerin der deutschen Reichsbank,der preufsischen Bank. Nur in Jahrzehnte langer Arbeitgelang es ihr, hypothekarische Festlegungen und Forderungenan den Staat aus ihrem Activum zu beseitigen. Später wurdeder eigene Effektenbestand, noch Mitte des Jahrhunderts be-trächtlich, erst beschränkt, dann ganz veräufsert. Der Schwer-punkt der Activa wurde mehr und mehr auf kurzfällige Gut-haben verschoben, bis für die deutsche Reichsbank nur nochgute und kurzfällige Wechsel als Notendeckung in Betrachtkommen. Aber diese Entwicklung war nicht möglich ohneeine Umwälzung der deutschen Volkswirtschaft.
3. Nachdem wir gesehen haben, dafs die russischeReichsbank zur Zeit keine Notenhank nach dem Muster derwesteuropäischen Centraibanken ist und nicht ohne weiteresdazu gemacht werden kann, fragen wir nach dem gegen-wärtigen Wesen dieser Bank an der Hand der mir letzt-vorliegenden Bilanz. Um mifsverständliche Übersetzung zu
1 Sudeikin a. a. O. S. 444 ff. Mit Recht sagt A. Wagner,Zettelbankpolitik S. 325: das Effektenlombard als Notendeckung wider-spreche dem Grundsatz, dafs keine Banknote nur auf den Kredit desStaates zu stellen sei. Derselbe über die Gefahr der Lombardierungnoch nicht begebener Staatsanleihen a. a. 0. S. 613.