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für die Landwirtschaft stellt sich das Verhältnis in Beziehungauf das Nationaleinkommen; ihr entstammten 23,1, dem Han-del dagegen nur 4,2, den Gewerben gar nur 2,4 MillionenPfund Sterling des jährlichen Einkommens. In Städten wohntenach King damals wenig über ein Fünftel der Gesamtbevöl-kerung — Verhältnisse, die sich nur allmählich zu Gunstender Gewerbebetriebe und der Städte verschoben. Defoe er-klärt in seiner 1725 erschienenen Reisebeschreibung durchEngland die südlich der Trent gelegenen Grafschaften Eng-lands — die getreideausführenden und handeltreibenden —für die reicheren und bevölkerteren, während heute der Nor-den der Hauptsitz der englischen Industrie und damit desKapitals und der Bevölkerung geworden ist. Wenn nun auchim Laufe des vorigen Jahrhunderts die Gewerbe allmählich anBedeutung gewannen, so lag doch immer noch der Schwer-punkt der Volkswirtschaft im Ackerbau. Ein Merkmal hier-für ist der Umstand, dafs die meisten Gewerbe noch zünftigfür den inländischen Verbrauch arbeiten und nur diejenigeneine bedeutende Ausfuhr aufweisen, deren Rohstoffe Erzeug-nisse der heimischen Landwirtschaft sind. So blühte beson-ders die Wollenindustrie, welche die englische Schafwolleverarbeitete und auf die im Jahre 1770 ein Drittel der ge-samten Ausfahr kam.
Den wirtschaftlichen Verhältnissen entsprach das staat-liche und gesellschaftliche System. Die politische Macht lagbeim Grundbesitz. Hervorzuheben ist, dafs der Schutz, dendie englischen Könige — ähnlich wie später in ihrem Landedie preufsischen, — dem Bauernstande gewährt hatten, solange ein Interesse vorhanden war, die in den Bauernsteckende Kriegsstärke aufrecht zu erhalten, hinwegfiel, seitzur Zeit Marlboroughs die Ansicht aufkam, dafs der Krieg
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