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ligkeit des Handelns und der Berechnung, welche wesentlichwaren, wenn er mit den täglichen Verbesserungen, die ringsum ihn neu ausgeheckt und ausgeführt wurden, Schritt haltenwollte."
Die erste Generation der Industriellen, in deren Händendas neuerworbene Kapital zusammenströmte, gehörte also denungebildeten Klassen an. Sie werden uns als roh und brutalgeschildert. Kein Angehöriger der alten, guten Gesellschafthätte sie als „gentlemen" gelten lassen. Jene Mäfsigung,welche dem ererbten Reichtum Familientradition, socialeRücksichten und moralische Vorstellungen aufzulegen pflegen,war ihnen fremd. Hieraus erklärt sich die Rolle, welche derFabrikant in den zeitgenössischen Romanen spielt. Er trittuns in ihnen als ein ungebildeter Mensch entgegen von rüdenGewohnheiten, sinnlich, in seinen Genüssen über dem Ar-beiter in nichts erhaben. Er prunkt mit seinem erworbenenReichtum in geschmackloser Weise, wohl in dem Gefühl, vonder guten Gesellschaft ausgeschlossen zu sein. Jede edlereRegung des Gefühls ist ihm fremd.
Zunächst handelt es sich für die aufkeimende Grofs-industrie darum, die alte gewerbliche Ordnung zu beseitigen,welche den Arbeiter in mancher Beziehung schützte. Einevortreffliche Handhabe hierzu bot die Selbstverwaltung,insbesondere das Amt des Friedensrichters, welches in dengewerbtreibenden Gegenden in die Hand der Arbeitgeber ge-langte. Eben infolgedessen wurden die alten Gesetze, welchedas Arbeitsverhältnis regelten, insbesondere das Lehrlings-gesetz der Königin Elisabeth, lange nicht mehr ausgeführt,bevor sie rechtlich abgeschafft waren. Die Arbeiterbewegungenaus der ersten Zeit des gewerblichen Umschwungs hattenfast immer den ausgesprochenen Zweck, wenn nicht mehrdie alten Gesetze wieder in Kraft zu setzen, so den Erlafs