Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
230
Einzelbild herunterladen
 

welchem Zweck werden überhaupt Männer, ehrenwerte Mit-glieder und Reformmitglieder nach Westminster geschickt mitviel Geschrei und Anstrengung? Um dort zu sprechen, strei-ten, Anträge und Gegenanträge zu stellen? Die Lage dergrofsen Masse des Volkes in einem Lande ist die Lage desLandes selbst; dies ist zu jeder Zeit eine unbezweifelteWahrheit gewesen, eine Wahrheit, welche in dieser Zeitdringend als Wirklichkeit anerkannt und behandelt werdenmufs. Man liest die Parlamentsdebatten, wenn man nichtszu thun hat. Man liest da von der alten grofsen Frage ob Aoder B im Amt sein soll, mit den zahllosen Hülfsfragen, diedaraus hervorgehen, mit Vorlagen und Abstimmungen einegünstige Lösung dieser Frage betreibend von der Canada-frage, der Frage über die Verwendung der irischen Staats-einkünfte, der westindischen Frage, der Frage über den Hof-staat, über Jagd-, Wuchergesetze etc., von allen Arten vonFragen und Gegenständen, ausgenommen dieser, die dochdas Alpha und Omega von allen ist. Sicherlich aber solltendie ehrenwerten Mitglieder über die Frage der Lage Eng-lands auch reden. Radikale Mitglieder vor allen, Freundedes Volks, vom Volke mit Anstrengung gewählt, um seinestummen Leiden zu verlautbaren! Einem ferne stehendenBeobachter scheinen sie ihre Pflicht zu vergessen. Ist esnicht ihre Mission und ausdrückliche Bestimmung, für dasWohl der Nation zu sprechen? Sie sind umsomehr dazu be-rufen, für ein grofses britisches Interesse zu sprechen, jeweniger dasselbe für sich selbst zu reden vermag. Entwedersind sie die Sprecher für jene stumme, duldende Klasse, dienicht zu sprechen vermag, oder sie sind etwas, das man nichthöflich zu bezeichnen vermag, j

Ach, der fernstehende Beobachter kennt nicht die Naturder Parlamente. Er weifs nicht, wie Parlamente, die um der