Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
278
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wie unten zu zeigen ist, die englischen Arbeitgeber allmählichnachfolgten.

Wie jeder Kampf in der Ermittlung der Machtverhältnissebesteht, so dürfte auch der Kampf zwischen Arbeitgeber und Ar-beiter einmal aufhören, sobald sich friedlichere Methoden finden,die Macht beider Parteien festzustellen. Es könnte damit dasArbeitsverhältnis wieder zu einem dauernden werden, wie esdas früher gewesen ist und thatsächlich dem Zustande hoherCivilisation besser als das heutige nomadenhafte entspricht.Carlyle enthält sich jeder weiteren Ausgestaltung eines Zu-kunftsbildes. Skeptischer selbst als Mill verhält er sichgegenüber der Möglichkeit einer genossenschaftlichen Pro-duktion 1 . Er hält es dagegen für wünschenswert, dem Ar-beiter ein ökonomisches Interesse am Unternehmen zu geben,damit dasselbe auch äufserlich werde, was es innerlich, wennes gesund sei, stets sein müsse: ein gemeinschaftliches Unter-nehmen. Aber die ganze Frage erscheint ihm und auchdarin zeigt sich wieder der hervorragend praktische Sinn desPhilosophen von Chelsea im Gegensatz zu den meisten So-cialtheoretikern seiner Zeit heute noch nicht reif. Nochsind die Schwierigkeiten, die einer Ausführung im grofsenMafsstabe entgegenstehen, unüberwindlich.Die Alleinherr-schaft ist bei den meisten Unternehmungen wesentlich, undwie man mir erzählt, wird an Bord eines Kriegsschiffes keineFreiheit der Debatte" geduldet. Republikanische Senate undPlebiscite würden in Baumwollenspinnereien nicht am Platzesein." Freilich kann es auch hier einer fernen Zukunft ge-lingen, die Freiheit mit der Alleinherrschaft auszusöhnen 2 .

1 Vergl. Buch V, Kap. VII der politischen Ökonomie Mills:Vonder wahrscheinlichen Zukunft der arbeitenden Klassen."

2 Fast and Present, Ausgabe von Iiretzschmar, Bd. VI, S. 266. In-zwischen ist in einer von Carlyle noch nicht vorauszusehenden Weise der