Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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dert worden. Indem ich auf diese Schrift ausdrücklich Be-zug nehme, werde ich mich, um Wiederholungen zu vermei-den, über den ersten Teil der Genossenschaftsbewegung kurzfassen. Das dort Gesagte aber genügt, zu zeigen, wie aufseivordentlich nahe der Gedankeninhalt der Bewegung mit Car-lyle verwandt ist. Hervorheben möchte ich allein die Bedeu-tung eines Mannes, den auch Brentano an die Spitze dergenannten Schrift stellt, und der in der That als der geistigeYater der ganzen Bewegung zu bezeichnen ist: FredericDenisonMaurice 1 . Brentano charakterisiert ihn auf Grundpersönlicher Bekanntschaft in folgender Weise:Maurice wurdenicht nur in seiner Weltanschauung durch die christlicheLehre bestimmt, es war ihm unmöglich über irgendwelcheErscheinung der Natur oder der Gesellschaft anders als vonden Gesichtspunkten des Christentums aus zu denken odermit Menschen in irgend eine Berührung zu treten, bei dernicht in der Einfachheit und Milde, die mit seinem Ernstegepaart waren, in seiner liebevollen Teilnahme bei Abwesen-heit jeder Spur von Anmafsung oder Selbstsucht das in seinFleisch und Blut übergegangene Christentum zum Ausdruckgelangt wäre. Ein solcher Mann war offenbar durch seinganzes Wesen vorherbestimmt, den Einflufs eines Apostels zuüben. Um ihn scharte sich, von ihm geistig angeregt undsittlich gehoben, eine Anzahl glänzend begabter junger Män-ner, die mit rücksichtsloser Aufopferungsfreudigkeit den grofsen,von ihrem Meister gesteckten Zielen sich hingaben." In derThat erkennen diese Männer, soweit sie unter den Lebendensind, noch heute Maurice als ihren Meister an: Ludlow, ThomasHughes und Vansittart Neale. Der aus ihrer Mitte zu frühentrissene Charles Kingsley hat das Gleiche in seinen nunmehr

1 Vergl. Life of F. D. Maurice by F. Maurice. 1884 u. 1885.