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emporzuschwingen, ebenso wie die gewöhnliche Form der ge-werblichen Unternehmung dies dem intellektuell besondersausgezeichneten Arbeiter erlaubt. Je schwieriger aber derletztere Weg wird, indem die für die Durchschnittsunter-nehmung erforderlichen Betriebsmittel fortwährend steigen,desto wichtiger wird damit der andere Weg. Produktiv-genossenschaften sind genossenschaftliche Formen der Güter-erzeugung , in denen es keine blofsen Lohnarbeiter giebt,sondern die Arbeiter zugleich Betriebsunternehmer, d. h. andem Gewinn und Verlust des Geschäftes unmittelbar beteiligtsind und in einer nach den Statuten näher zu regeln-den Weise die Geschäftsführung in der Hand haben. BasVorhandensein mehr oder weniger hohen oder fremden Kapi-tals, soweit es nur als Darlehn behandelt wird, ist an sichgleichgültig. Auch bei der kapitalistischen Form kann einSchritt in der Richtung auf die Produktivgenossenschaft gethanwerden durch Einführung der Gewinnbeteiligung der Arbeiter.Dieselbe unterscheidet sich jedoch darin von der Produktiv-genossenschaft: 1. dafs der Lohnarbeiter bleibt und das Verhält-nis, in dem der Gewinn zwischen dem Betriebsunternehmer unddem Arbeiter geteilt wird, in des Ersteren Belieben steht; 2. dafsdie Arbeiter ferner keinen Anteil an der Geschäftsführung haben.Am Ende des Jahres 1887 wurden 67 produktive Genossen-schaften mit einem Kapital von 651369 £ an Anteilscheinenund 207 718 £ an Darlehn verzeichnet; ihr Reingewinn wurdeim ganzen auf 59 500 £ beziffert. Die Zahlen haben sich erstim Laufe der letzten fünfzehn Jahre aus ganz geringen Anfängenauf diese Höhe gehoben. Sobald man jedoch näher zusieht, fin-det man unter der angegebenen Zahl eine Reihe von rein ka-pitalistischen Unternehmungen, z. B. Kornmühlen, welche ver-schiedenen Konsumvereinen oder solchen Vereinen in Ver-bindung mit Privaten gehören; ferner die Unternehmungen der