— 365 —
Färben und Aufbereiten besorgt; ein grofser Teil der Erzeugnissewurde zu Kleidern verarbeitet an die Konsumvereine verkauft.Bereits 1873 wurde mit Hülfe der Grofshandelsgenossenschaft zuManchester ein eigenes Fabrikgebäude gekauft, welches seit-dem grofse Erweiterungen erfahren hat. Während 19jährigenBestehens hat die Genossenschaft nie mit Verlust gearbeitet,sondern stets bedeutende Gewinne erzielt — ein gewifs sel-tenes, ehrenvolles Ergebnis.
Dieser Erfolg aber ist deshalb um so interessanter, weilin diesem Falle die inneren Schwierigkeiten, welche der Formder Produktivgenossenschaft von Natur anhaften, sich uube-einflufst durch äufsere Umstände zeigen. Dieselben erwiesensich als über Erwarten grofs.
Die Arbeiter, welche die ursprüngliche Genossenschaftbildeten, waren, wie wir sahen, die Besitzer des kleinen zu-sammengeschossenen Kapitals. Schon in den ersten Jahrenänderte sich dieses Verhältnis. Einmal bei Ausdehnung desGeschäftes, insbesondere dringenden Kontrakten gegenüber,war man genötigt, auch Nichtmitglieder zu beschäftigen. So-dann aber war man oft nicht in der Lage, allen MitgliedernBeschäftigung zu geben; manche suchten und fanden anderswoArbeit. Andere zwangen Alter und mancherlei Umstände,das Geschäft zu verlassen. Dazu begannen die Anteile, alsdas Geschäft gut ging, über Pari zu steigen und Gegenstandder Spekulation zu werden. Man war auf dem besten Wegezur kapitalistischen Form. Je mehr nämlich diese Entwicklungvorschritt, desto mehr waren die Anteilbesitzer geneigt, dieden Arbeitern gewährte Gewinnbeteiligung als ungerechtfertigteEntziehung des ihnen zukommenden Gewinns zu betrachten;konnten sie doch sagen, dafs jene neuen Arbeiter, welche dieSchwierigkeiten der Gründung nicht mit durchgemacht hätten,Früchte ernteten, die sie nicht gesät hätten. Daher gerade