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Beeinflussung von Knaben und jungen Leuten im Auge. Ne-ben die rein religiösen sind jedoch auch weltliche ZweckerErholung, Erziehung und körperliche Ausbildung getreten,und die Bedeutung dieser Vereine hat sich damit so sehrgehoben, dafs sie unter jenen zahlreichen Bestrebungen deroberen Klassen um die Hebung der unteren in erster Liniemitgenannt werden müssen. Der berühmte Graf von Shaftes-bury äufsert sich darüber, wie folgt: „Ich habe immer dieJünglingsvereine und die verwandten Vereine in allen Teilendes vereinigten Königreichs und Amerikas als grofsartigeStätten der Zuflucht (grand cities of refuge) betrachtet, alsPlätze, wo junge Leute, die aus der Entfernung kommen unddem Einflufs der Eltern und des Familienlebens entrücktsind, Unterkunft finden können, wo sie den Weg des Heilskennen lernen und Mut und Zutrauen gewinnen, um daraufzu wandeln."
Dafs auch heute das religiöse Interesse noch das herr-schende ist, geht daraus hervor, dais nach den Statuten desGeneralverbandes dem Jünglingsvereine jeder junge Menschvon gutem, moralischen Charakter, der die christlichen Grund-sätze des Vereins anerkennt, zwar angeschlossen werdenkann; Aufnahme als Mitglied ist dagegen nur möglich aufVorschlag eines anderen Mitgliedes, wenn der Aufzunehmendeausdrücklich erklärt, dai's er „bekehrt" sei. Dafs der Jüng-lingsverein ferner nicht nur religiös, sondern speeifisch kirch-lich ist, dafs er mit der englischen Kirche und in ihr mitder hoehkirchlichen Richtung auf das engste zusammenhängt,geht allein schon daraus hervor, dafs der Ausschufs des Ver-bandes fast ausschliefslich aus Bischöfen, Geistlichkeit undhohem Adel zusanlmengesetzt ist. Der Verein wünscht einHelfer der Kirche zu sein, indem er seine Anstrengungen aufeine Klasse von Personen richtet, welche nicht leicht durch