der einen Klasse, welches noch heute in den Universitätenseinen Mittelpunkt hat, verläuft ohne irgend welchen Einflufsauf die andere Klasse, welche vielmehr den Lehren desMaterialismus und den Agitatoren der Umsturzparteien aus-geliefert ist. Hier nun haben insbesondere die Universitätennach Toynbee einzusetzen. Sie haben Berührung mit denarbeitenden Klassen zu suchen, das dort so starke Bedürfnisnach höherer Bildung zu befriedigen und das Ideal „derEinheit der nationalen Bildung" zu verwirklichen. Sie habendies zu thun, nicht nur um zu lehren, sondern ebenso umselber zu lernen, indem sie mit dem ihnen bisher fremdenEmpfinden des gröfseren Teiles der Nation Berührung gewinnen.Auch sie haben von dem Gedanken der Gleichberechtigungauszugehen; Toynbee fordert nicht sowohl ein „herabsteigen"als ein „überbrücken".
Erst wenn die, welche im Besitze der höchsten Güter derNation sind, wieder mit denjenigen Fühlung gewinnen, derenArbeit sie ihre Mufse verdanken, erst dann wird die Bildungimstande sein, die ihr zukommende zweite Aufgabe zu er-füllen. Während die öffentliche Meinung, wie sie sich in derTagespresse ausspricht, bisher lediglich eine der oberen Klassenwar und von kapitalistischen Gesichtspunkten ausging, mufssie heute eine des ganzen Volkes werden. Von den Ver-tretern der Bildung aber allein kann diese Bewegung aus-gehen, denen eine unparteiische Stellung über den Parteienzukommt. Sie müssen die geistigen Führer der ganzenNation werden, was sie heute fast völlig zu sein auf-gehört haben, und die Rolle übernehmen, welche im Mittel-alter ihr Vorgänger, der Klerus, wenigstens angestrebt hat.Für Toynbee ist Bildung und Wissenschaft daseinsbereehtigtgleich dem Reichtum nur durch die Pflicht, die sie zumallgemeinen Besten ihren Trägern auferlegen. Wo sie vornehm