Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
439
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sorgt, d. h. solchen Leuten, welche nur für einzelne Abendeaus der Stadt nach dem Osten kommen.

Oxford-House hat eine ausgesprochen kirchliche Richtung,wie der NameMission" bereits andeutet; jedoch ist, wie wirsehen werden, die dort verrichtete Arbeit durchaus nicht aufdas religiöse Gebiet beschränkt, sondern wendet sich an denganzen Menschen. Der gegenwärtige Leiter des Oxford-Hauses Rev. Winnington-Ingram, betont in folgenden Wortendiese Eigentümlichkeit des Unternehmens.Wir versucheneinander ,auf dreifachem Roden zu begegnen, dem des Körpers,dem des Verstandes und dem des Gemütes. Ein Besuch inunserem Klubraum an einem Abend oder auf dem Fufsball-plan am Sonntag Nachmittag wird selbst den flüchtigen Be-obachter überzeugen, dafs in unserem Bestreben, die Ver-standeskräfte zu heben, wir nicht die Forderungen des Kör-pers auf Erholung und Ausbildung vernachlässigen. Wirversuchen durch Vorlesungen, Klassen und Debatten den Ver-stand zu schärfen und zu klären. In freundschaftlichen Ge-sprächen am Sonntag Nachmittag aber vergleichen wir unsereAnsichten über jene religiösen Fragen, welche vielen eineQuelle von ängstlichen Zweifeln gewesen sind oder noch sind.Gerade dieses letzten Punktes ist es gut, uns gegenseitig vonZeit zu Zeit zu erinnern: die Oxford-Haus-Bewegung erkenntausdrücklich an, dals der Mensch eine Seele hat so gut wie Kör-per und Verstand. Aus diesem Grunde kommen wir des Sonn-tags zusammen, um der Seele zu helfen, dort Befriedigung zufinden, wo, wie wir glauben, solche gefunden werden kann.So verstanden besitzt die Thätigkeit des Oxford-Hauses eineBreite und Fülle, welche Achtung erzwingt und die Begeiste-rung der Oxforder Studenten erwecken sollte. Ist einer tüch-tig im Fufsballspiel und versteht er den Umgang mit Knaben,der soll ja um deswillen nicht wegbleiben, weil er keine Vor-