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lesungen halten kann. Er kann gutes genug für uns thun inden Knabenvereinen und auf dem Fufsballplan. Hafst abereiner die Spiele und ist er stark in Botanik, Holzschnitzen,Schauspielkunst, Gesang, Geschichte oder Biographie, er kannuns ungezähltes Gute thun, indem er die Woche — sei esnur einen Abend — herbeikommt und Klassen in diesen Ge-genständen abhält. Denkt einer daran, die heilige Weihe zunehmen, und wünscht etwas von dem wirklichen Zustand unse-rer Armen zu wissen, den Bedürfnissen und Leiden der Masseunselbständigen Volkes, von welchem er in der grofsen Welt-stadt reden hört, der komme nach dem Oxford-Haus. AmMorgen werden wir zusammen studieren und am Nachmittag,wie Zeit und Gelegenheit sich bietet, herausgehen und unsereSchultern gegen das grofse Bad stemmen, wo und wie wirkönnen."
Die Hauptthätigkeit der Angehörigen des Oxford-Hausesbezieht sich auf die Arbeiterklubs. Sie haben auch einenVerband von solchen Vereinen in das Leben gerufen, weilviele Mittel der Unterhaltung und Bildung, welche der ein-zelne Verein nicht gewähren kann, durch einen Verband er-möglicht werden. Die Zahl der Vereine, welche sich dieserFöderation angeschlossen haben, beträgt gegen vierzig, vondenen mehrere zwischen hundert und tausend Mitgliedern zäh-len. Die Föderation ist „unpolitisch" und „unalkoholisch",d. h. die Vereine gehören keiner politischen Partei an undverbieten den Verkauf von geistigen Getränken in ihren Bäu-men. Die erste Bedingung bedeutet nicht Ausschlufs politi-scher Gespräche, vielmehr bezweckt der Verband unter an-derem gerade den Meinungsaustausch über politische und so-ciale Fragen in gröfserem Kreise, als der einzelne Verein esermöglichte. Ausgeschlossen ist nur, dafs die Aufnahmevon Mitgliedern an die Zugehörigkeit zu einer Partei ge-