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1 (1890)
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knüpft ist. In diesem Falle wird das gesellige Elementzu leicht zurückgedrängt und die allgemeinen Zwecke derErholung und Bildung werden geopfert. Auch vermeiden dieMitglieder des Oxford - Hauses durch die Bestimmung denSchein, als oh sie es irgendwie auf politische Beeinflussungabgesehen hätten. In der That ist es Voraussetzung des Ge-lingens derartiger Bestrebungen, dafs sie selbstlos und nichtim Dienste irgend einer Partei auftreten. Was die zweiteBedingung angeht, so ist zu erwägen, dafs der ungebildeteEngländer, insbesondere der Arbeiter, den Begriff des mäfsigenTrinkens nicht kennt und bei dem hohen Alkoholgehalt auchder Biere in England nur die Wahl gänzlicher Enthaltsam-keit oder der Trunksucht hat.

Die Thätigkeit des Verbandes besteht einmal in der Ver-anstaltung von Voi'lesungen, wozu ein einzelner Verein nichtin der Lage ist; er arrangiert ferner gesellige Zusammenkünfteder verschiedenen weit zerstreuten Vereine, sowie Wettkämpfeauf den verschiedensten Gebieten der körperlichen Ausbildung,z. B. in Schwimmen, Rudern und Cricket. In den letzterenbeiden, recht eigentlich den nationalen Sports, pflegt der derFöderation angehörigeEton-Mission-Club" die Preise davonzu tragen; derselbe steht unter der Leitung einer von derEton-Schule ausgehenden Mission und setzt den Ruf dieserSchule auf dem Gebiete der Sports fort. Ferner vereinigtder Verband die besten musikalischen Kräfte der Vereinezu einer sehr tüchtigen Kapelle.

Um das Leben solcher Arbeiterklubs kennen zu lernen,besuchen wir den Oxford-IIouse-Club (200 Mitglieder) undden University-Club (1000 Mitglieder), welche beide von An-gehörigen des Oxford-Hauses in das Leben gerufen wurden.Es zeigt sich hier, wie nützlich, wenn selbstlos und ohneHintergedanken z. B. den politischer Beeinflussung, die Teil-