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nähme von gebildeten Männern an dem Vereinsleben derArbeiter ist, wie wenig diese Beteiligung die Selbständigkeitder Arbeiter einengt, vielmehr sie zu entwickeln ihr bestesErgebnis ist. •
Folgendes war das Wochenprogramm des Oxford-House-Clubs im Winter 1888/89. Montag Abend fand in der Turn-halle des Clubs Tanzstunde statt, sowie in einem anderenBaume Shakespeare-Lektüre mit verteilten Bollen. Dienstagwar Schachabend, Donnerstag' wurde von einem fähigen Me-diziner, natürlich auch freiwillig und umsonst, ein Verband-kurs abgehalten. Am Schlüsse des Kursus fand ein Examenstatt, welches die Mehrzahl der Teilnehmer bestand, und nachdessen Ergebnis der Bischof von Wakefield Preise austeilte.An demselben Abend hielt ein anderer Herr eine Klasse fürKirchengeschichte ab. Freitag kam der Auschufs zusammenzu geschäftlichen Beratungen. Am Samstag, dem bestbesuch-ten Abend des Klubs, hatten um 9 Uhr alle Spiele undsonstigen Unterhaltungen aufzuhören. Es fanden dann allevierzehn Tage Konzerte statt, bei welchem der innerhalb desKlubs gebildete Gesangverein und Verein für Instrumental-musik zusammenwirkten. Von den dazwischenliegenden Sams-tagen wurde der eine durch Vorträge ausgefüllt, welche meistvon früheren Angehörigen der Universität Oxford gehaltenwurden. Gegenstände waren „Napoleon", „William Pitt"„David Livingstone ", „Bismarck", „Macaulay" u. s. w. Denvierten Samstag im Monat fanden Debatten über politischeund wirtschaftliche Fragen statt, bei denen ein Mitglied desVereins, also ein Arbeiter, den Vorsitz führte. Häufig nahmenParlamentsmitglieder und andere Männer von Bedeutung andiesen Debatten Teil. All vierteljährlich fand ein gröfsererGesellschaftsabend statt mit Tanz, Theateraufführung undGesängen. Ferner veranstaltete der Klub von Zeit zu Zeit