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Ausflüge. Im Juni 1888 lud z. B. der Decan von West-minster, ein hochangesehener Geistlicher, 30—40 Mitgliederein, unter seiner Führung die berühmte Abtei zu besichtigen.Der Klub sorgt auch für gewisse wirtschaftliche Bedürfnisseseiner Mitglieder, indem er eine Darlehnskasse und eine Spar-kasse besitzt.
In weit gröfserem Mafsstabe verfolgt ähnliche Zwecke derUniversity-Club, welcher als Beispiel eines grofsen und wohl-geleiteten Londoner Arbeiterklubs betrachtet werden kann.Derselbe besitzt heute über 1000 Mitglieder; seine ausge-dehnten Räumlichkeiten befinden sich 17 Victoria ParkSquare E, etwa zehn Minuten vom Oxford-Hause entfernt 1 .
Wir treten in den Thorweg ein. Rechts vom Eingangliegen eine Reihe wohlgehaltener und luftiger Zimmer: Spiel-zimmer, Billardzimmer, ein Lesezimmer, wohlversehen mitLokalblättern wie den grofsen Blättern der Hauptstadt, fernereine geräumige Bibliothek. Des weiteren sind mehrere Räumefür Unterrichtszwecke vorhanden. Links vom Eingang befindetsich der mit dem Klub verbundene genossenschaftliche Ver-kaufsladen, geradeaus „Oxford-Hall", ein über tausend Per-sonen fassender Saal, welcher zu Versammlungen und zu-gleich als Turnhalle dient. Der Klub ist finanziell selbstän-dig, während er seine Entstehung der Opferwilligkeit einesHerrn Buchanan verdankt, welcher den Klub geradezu zuseiner Lebensaufgabe gemacht hat.
1 Gegenüber dem Klublokal befindet sich das Bethnal-Green Museum,welches seine Entstehung dem Wunsche verdankt, etwas von den inNationalbesitz befindlichen Kunstwerken den Arbeitermassen zugänglichzu machen, für welche die Museen des Westens wegen ihrer Entfernungso gut wie nicht vorhanden sind. Aufser kunstgewerblichen, dauerndvorhandenen Gegenständen pflegt man vorübergehend Gemälde aus andernMuseen auszustellen. Diese Nachbarschaft bedeutet für den UniversityClub die bestmögliche Lage in Bethnal-Green.