Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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6. Kein Mitglied hat das Recht, mehr als einmal in derDebatte zu reden, ausgenommen derjenige, welcher die Ver-handlung eröffnet, wenn er zu erwidern wünscht.

7. Gäste können unter Zustimmung des Vorsitzendensich an der Debatte, jedoch nicht an der Abstimmung be-teiligen.

8. In allen unvorhergesehenen Fragen soll die Geschäfts-ordnung des Hauses der Gemeinen mafsgebend sein.

In gleicher Weise wie für die Belehrung sorgt der Klubfür die Unterhaltung seiner Mitglieder und deren Familien.Abgesehen von einem Turnverein bestehen Vereine für Ru-dern, Cricket, Fufsball, Wiesentennis, kurz, für fast alle na-tionalen Spiele, alle geleitet von freiwilligen Lehrern, zumeistHerren aus dem Westend. In gleicher Weise wird eine dra-matische Lesegesellschaft, ein Choralvereiu und eine Instru-mentalkapelle von unbezahlten Kräften geleitet. Einen eigen-tümlichen Eindruck macht die von einem jungen Herrn, dersich auf diesem Gebiete besonders auszeichnen mag, ins Le-ben gerufene Tanzstunde. Auf den ersten Blick erscheintes angesichts der auf dem Festlande verbreiteten Anschau-ungen und Gewohnheiten bedenklich, junge Arbeiter beiderleiGeschlechts, eine grofse Anzahl junger, schmucker Frauens-personen, unter Aufsicht eines ebenso jungen Herren, all-wöchentlich zum Tanze zu vereinigen. Der Augenschein be-lehrt dagegen bald, wie sehr gerade ein derartiges Unter-nehmen von sittlich hebendem Einflufs auf die Teilnehmer ist.Die Herren vom Oxford-Hause sind weitsichtig genug, in demgeselligen Verkehr der Jugend beider Geschlechter an sichetwas notwendiges und nützliches zu erblicken. Sie suchendenselben durch Einrichtung von Tanzstunden, Gesellschafts-abenden, Theateraufführungen und Bällen der Schenke zuentziehen und unter den Einflufs von gebildeten Elementen