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Gerade die ersten Männer auf allen Gebieten aber sind vondem Bewufstsein socialer Verpflichtung besonders erfüllt; gerneleisten sie der Aufforderung Folge, von ihrem Besten, ihremWissen und ihrer Zeit, ihren weniger begünstigten Mitbürgernmitzuteilen, deren Leben sonst einförmig und ohne höhere An-regung dahinfliefst — ein Geschenk, das wertvoller als jedeGeldspende ist. Ist doch das Elend an einzelnen Punkten nichtdas schlimmste, sondern das niedere Niveau des Durchschnitts-lebens, wie Eduard Denison gesagt hatte, „aufser einem krei-schenden Orgelkasten die Abwesenheit von allem, was dieGedanken des Menschen über das tägliche Brot erhebt, dergänzliche Mangel an Bildung und Religion". Eine Liste ge-radezu glänzender Namen weisen die in Toynbee-Hall ge-haltenen Vorträge auf. Von Männern, die bei der einenoder anderen Gelegenheit für oder in Toynbee-Hall thätigwaren, seien als ein Beweis dafür, in wie weiten Kreisenderartige Bestrebungen Anklang finden, folgende genannt:von Männern des Staates und der Aristokratie der künf-tige Thronfolger Viktor Albert, beteiligt bei der Gründung,der Prinz Edward von Wales, Eröffner des KnabenklubsWhittington, der Marquis von Ripon, der Lord Salisbury ,welcher einmal eine Anzahl von Arbeitern, die sich an Toynbee-Hall angeschlossen hatten, zur Besichtigung seines Stamm-sitzes Hatfield-House einlud, der Lord Justice Fry, zahlreicheParlamentsmitglieder beider Parteien z. B. Sir Richard Temple ,Sir Henry Roscoe , Baron F. von Rothschild u. s. w., fernerhöhere und niedere Geistlichkeit; von Männern der Wissen-schaft z. B. Max Müller , der berühmte Linguist, ProfessorDicey, der angesehene Staatsrechtslehrer, der Naturwissen-schaftler Professor Huxley , der berühmte Afrikareisende Ca-meron, Frederic Harrison , der Führer der Positivisten undandere. Vor allem aber sind es die Universitäten, wo die