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Frederic Harrison . — The Positivist Library. (Reeves & Turner.)
Essays on International Policy. (Congreve, Harrison, Beesly, Bridges etc.).
Cloth. (Chapman & Hall.)
C. G. Higginson. — The Moral Significance of the Story of Faust.
Von den kritischen Behandlungen, welche zahlreich, aber im allge-meinen wertlos sind, weil meist auf Mifsverständnis des Positivismusberuhend, nenne ich allein die bekannte, weit über dem Durchschnittstehende Schrift J. St. Mills in der deutschen Ausgabe seiner gesammeltenSchriften Bd. IX. Leipzig 1874.
Aufserdem sind für den heutigen englischen Positivismus wichtig:a) die Aufsätze Fr. Harrisons und anderer Positivisten in der „FortnightlyReview" aus den sechziger und siebenziger Jahren; b) die reiche Pam-phletlitteratur der Positivisten; c) die jedem Besucher offenen religiösenVersammlungen der Positivisten zu Newton Hall, Fleur de Lys Court,Fetter Lane, London .
Der ungeheure Umschwung von einer individualistischenzu einer socialen Gesellschaftsanschauung, welcher das Merk-mal des neunzehnten Jahrhunderts bildet, und dessen Mittel-punkt für England Thomas Carlyle gewesen ist, hat nichtnur die konservativen und gemäfsigt liberalen Richtungenergriffen. Auch die Radikalen haben ihm ihren vollen Zollbezahlt. An Stelle des älteren Radikalismus, wie er theore-tisch durch Bentham , politisch in der Lehre vom Laissez-faire durch John Bright , Cobden und andere vertreten wurde,tritt der Positivismus und der Socialismus.
Der Positivismus ist älteren Datums. Schon H. Taine weist in seinem Buche: „Notes sur l'Angleterre" (Paris 1872),welches auf Beobachtungen der fünfziger und sechziger Jahreberuht, darauf hin, dafs positivistische Anschauungen inEngland vielfach auch im Arbeiterstande Boden gewännen.