Druckschrift 
2 (1890)
Seite
82
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weil alle und doch wieder niemand dieser Mörder ist " 1 .Einem solchen System gegenüber, auch darin stimmt Engels mit Carlyle überein, dürfe man nicht fragen, wie viel Zinsund Dividende es gewähre, sondern, ob es gerecht sei, undvor allem, ob es von denen, die darunter litten, als gerechtempfunden werde 2 . Ebenso wie Carlyle, verneint Engels dieseletztere Frage, indem er darauf hinweist, dafs jene Massen nurmit Gewalt niedergehalten würden. Ausdrücklich ferner er-kennt Engels an, dafs Carlyle den socialen Mifsständen amtiefsten auf den Grund gehe, indem er den bestehenden Zu-stand der Organisationslosigkeit verdamme, in welchem derSchwache von dem Starken zu Boden getreten werde, undOrganisation der Arbeit" fordere 3 .

Durchaus in dem Tone, den wir aus Carlyles Chartismusher kennen, sind auch die Angriffe gehalten, welche dasKommunistische Manifest" gegen die bestehende Gesellschafts-ordnung schleudert. Was Carlyle als das Zeitalter des Indivi-dualismus brandmarkt, in welchem alle früheren, die Men-schen zusammenhaltenden Bande gefallen seien, um die Triebeder Selbstsucht zu entfesseln, wird von Marx und Engels inder genannten Schrift als die Herrschaftsperiode der Bourgeoisiebezeichnet. Die Bourgeoisie ist dasjenige revolutionäre Ele-ment, welches die alte Gesellschaft sprengt; an Stelle deralten, eingerosteten Verhältnisse mit ihrem Gefolge von alt-ehrwürdigen Vorstellungen und Anschauungen" setzt sie Be-ziehungen zwischen den Menschen, welche sich lediglich nachdem Grundsatze des Handels: dem der Nachfrage und desAngebotes richten.Sie hat", wie das Manifest in Anklängen

1 F. Engels, Lage der arbeitenden Klassen in England, II. Aufl.S. 120. 349. Leipzig 1848.

2 Carlyle, Chartism S. 34 ff.

3 F. Engels a. a. 0.