Verwendung findet, nicht das Produkt des Arbeiters" — einGedanke, dessen Begründung mir freilich nur möglich scheintdurch den Satz, dafs das Ganze verschieden ist vonseinen Teilen, welcher die Grundlage aller antiindividua-listischen Welt- und Gesellschaftsauffassungen bildet.
Steht man jedoch auf dem angedeuteten Standpunkt, sofolgt alles weitere von selbst. Erhält der Arbeiter weniger alsdas, was hiernach der Wert seines Erzeugnisses ist, so rnufsjemand da sein, welcher ihm diese Differenz, den Marxischen„Mehrwert", nimmt, d.h. ihn „ausbeutet", worauf in derSprache des Manifestes alle bisherige Geschichte zurück-zuführen ist. Dafs Adam Smith dieser Ansicht bereits gehul-digt hat, beweisen verschiedene Stellen seines Werkes. Wennder Naturzustand geblieben wäre, so führt er aus, würdeeine ungeheure Verbilligung aller Bedürfnisse des menschlichenDaseins mit Erhöhung der Produktionskräfte eingetreten sein.Da aber der Wert der Güter sich in diesem Zustande nurnach der aufgewandten Arbeit richtet, so heifst diese Be-hauptung einfach, dafs zur Befriedigung seiner Bedürfnisseder Einzelne immer weniger Arbeit hätte aufzuwenden brauchen— wie denn socialistische Utopien heute ausmalen, dafs inder künftigen Gesellschaft eine zwei-, ja einstündige Arbeits-zeit genügen würde. Dieser glückliche Naturzustand wurdenun durch einen Störenfried unterbrochen, welcher unbegrün-deterweise eintritt: den Besitzergreifer des Grund und Bodensund des beweglichen Kapitals, bei Ricardo natürlich nur denersteren. Eine Begründung, ja nur eine Entstehungstheoriedes Kapitals findet sich bei Adam Smith nicht, weil sie mitder Grundannahme jenes harmonischen Naturzustandes un-vereinbar gewesen wäre. Der Kapitalist zwingt nun demArbeiter einen Teil des ihm naturgemäfs zufallenden Lohnesab, indem er ihm den Lebensunterhalt während der Ai'beit