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erkennt er ausdrücklich an, dafs sie ihn unter die Zahl derSocialisten einreihten.
(3. Periode. — Einflufs der antiindividualistischen Denker,insbesondere Comtes; Einflufs von Mrs. Mill.)
„Wir erkannten klar, dafs um eine solche sociale Um-wandlung möglich oder wünschenswert zu machen, eine ent-sprechende Charakterwandlung platzgreifen müsse in der un-kultivierten Herde sowohl, welche die arbeitenden Massen insich schliefst, als in der grofsen Mehrheit der Arbeitgeber.Beide diese Klassen müssen durch Übung lernen, für edleoder jedenfalls für öffentliche und sociale Zwecke zu arbeitenund vereint zu wirken, nicht blofs wie bisher für selbstsüch-tige Interessen. Die Fähigkeit dazu hat immer im mensch-lichen Geschlecht bestanden, besteht noch und wird wahr-scheinlich nie erlöschen. Durch Erziehung, Gewohnheit undPflege der Gesinnung kann auch der gemeine Mann bewogenwerden, für sein Land zu graben oder zu weben, wie er sichbereit erweist, für das Vaterland zu kämpfen. Allerdingskönnen erst durch langsame Abstufungen und ein System
durch Geschlechter hindurch fortgeführter Kultur die Men-
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sehen bis zu diesem Punkt gebracht Werden; aber ein Hin-dernis liegt nicht in der wesentlichen Konstitution der Men-schennatur. Das Interesse am Gemeinwohl ist gegenwärtigeine so schwache Triebfeder, nicht, weil es nicht anders seinkann, sondern weil der Geist nicht gewöhnt ist, darauf zusinnen, weil er vom Morgen bis in die Nacht auf Dinge sinnt,die nur dem persönlichen Vorteil dienen. — Die eingefleischteSelbstsucht, welche den Allgemeincharakter des derzeitigenGesellschaftszustandes bildet, wurzelt nur deshalb so tief, weilsie durch die ganze Kette der bestehenden Einrichtungen ge-nährt wird 1 ."