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2 (1890)
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der Erstgeburtsrechte und Beseitigung der Fideikommisse zumildern. leb betrachtete damals als Hirngespinst den Gedanken,weiter zu gehen in der Abschaffung der Ungerechtigkeit, dai'seinige zum Reichtum, bei weitem die meisten aber zur Armutgeboren sind (Umschlag des Werturteils, Einflufs Carlyles)denn Ungerechtigkeit ist es, mag man ein Abhülfsmittel zu-lassen oder nicht" 1 . In Fortbildung der älteren National-ökonomie und fast in den Worten, die Marx wählt, sprichtHill vonder Unterwerfung der Arbeit unter das Kapital",von dem ungeheuren Anteile, welchen die Besitzer der Mittelder Industrie sich vom Produkte aneignen" 2 .

(2. Periode Socialismus.)

Es gab in meinem geistigen Fortschritt einen Moment,in welchem ich leicht eine Vorliebe für das Überregieren so-wohl auf socialem wie politischem Gebiet mir hätte aneignenkönnen, einen Moment, in welchem mir durch den Rückschlagvon dem gegenteiligen Übermafs ein Anlafs geboten wurde,in meinen radikalen und demokratischen Anschauungen flauerzu werden" 8 . Damals ging Mills Ideal von schliefslicherVerbesserung weit über das frühere hinaus. Er nahm inAussiehteine Zeit, in welcher die Gesellschaft sich nichtmehr nach Faulenzern und Müfsiggängem gliedern, inwelcher die Verteilung des Arbeitserzeugnisses, statt, wie inso hohem Grade jetzt geschieht, vom Zufall der Geburt ab-zuhängen, durch einstimmige Beschlüsse und nach anerkann-ten gerechten Grundsätzen vor sich gehen werde" eineZeitgemeinschaftlichen Eigentumsrechtes an dem Rohmaterialdes Erdballs und der gleichen Teilnahme aller an den Wohltha-ten der vei'einigten Arbeitsthätigkeit". Von diesen Ansichten

1 J. St. Mill, Selbstbiographie S. 192. Stuttgart 1874.

2 Political Economy, Peoples' Edition, S. 477.

3 Selbstbiographie S. 210.