Druckschrift 
2 (1890)
Seite
151
Einzelbild herunterladen
 

151

gröfsere Macht derer, die er leitet, schnellere und gröfsere Er-folge erzielen. Als Mittel aber bleiben nach wie vor nebenfortschreitender Organisierung, welche auf die ungelernten, dieländlichen Arbeiter u. s. w. auszudehnen ist, Wirksamkeit inden Gemeindebehörden und Beeinflussung der Gesetzgebung.Auch in letzterer Hinsicht wird kein Führer der Gewerk-vereine, der greifbaren Erfolgen nachgeht, viel anders ver-fahren können als bisher etwa Broadhurst. Derselbe erklärte,durch langjährige Erfahrung dahin gekommen zu sein, sichzunächst ein Urteil darüber zu bilden, was das Parlamentim besten Falle zu bewilligen sich bewegen lassen würde unddann in seinen Gesetzesentwürfen ein wenig mehr zu fordernzu viel stofse auch die Freunde zurück und, was man heutenicht erreiche, könne man in einigen Jahren von neuem ver-suchen. Immer wird derartigen Erwägungen gegenüber seitenssolcher Widerspruch erhoben werden, denen nicht rasch genugvorwärts geschritten wird, weil sie die Schwierigkeiten nichtkennen. Immer wird solchen die Antwort gegeben werdenmüssen, wie sie Broadhurst heute ihnen entgegenstellt:machtmich stärker, wählt statt 8 bis 10 etwa 30 Arbeiter in dasHaus der Gemeinen, dann will ich mehr erreichen als jetzt".

Andererseits erkennen aber auch die Socialisten die Wich-tigkeit der gewerkvereinlichen Organisation an, welche, wie wirsahen, die Sociairevolutionäre bekämpft. Sobald sie prak-tische Ziele in das Auge fafsten, wurden sie gewahr, dafs beiden bestehenden Parteiverhältnissen vor der Hand von derGesetzgebung wenig zu erreichen ist. So rückt heute auchfür sie die Organisation in die erste Linie des Interesses. Ineinem socialistischen Blatte, dem Labour Elector vom 11. Januar1890, finde ich folgende Worte, die in der That wenig socia-listisch klingen. Das Parlament sei verschlossen gegenüber denForderungen der Arbeiter.So lafst uns denn diese Frage