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2 (1890)
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durch die Namen zweier Männer eröffnet, welche selbst unterdie gröfsten Arbeitgeber ihrer Zeit zählten: Robert Owen und Sir Robert Peel. Diese Thatsache bereits widerlegt dieAnsicht, als sei die Fabrikgesetzgebung von den Arbeiternerzwungen worden; denn dieselben waren im Anfange desJahrhunderts noch ohne jeden Einflufs auf die Gesetzgebung.

Während wir oben die phantastische Seite der OwenschenWeltverbesserungspläne berührten, ist hier darauf hinzuweisen,wie dieser Mann, der von tausenden von Arbeitern als derProphet eines goldenen Zeitalters verehrt wurde, zugleich dererste Arbeitgeber war, welcher eine Interessengemeinschaftzwischen Industrie und Arbeiter thatsächlich zu verwirk-lichen versucht hat. In zahlreichen Schriften hat Owen ent-wickelt, dafs die Herabdrückung der Arbeiter, insbesonderedie übermäfsige Kinderarbeit einen Verlust einmal für denStaat und die Eltern der Kinder bedeute, da jeder Shilling,den ein Kind in vorzeitiger Arbeit verdiene, der Verlust einesPfundes Lohn im Mannesalter sei. Aber auch die Arbeit-geber verführen unwirtschaftlich, wenn sie, die bei toten Ma-schinen doch keine Kosten zur Vervollkommnung sparten, dieLeistungsfähigkeit der lebenden Maschinen durch unvernünf-tige Kinderarbeit minderten.Seit Einführung der unbelebtenTriebkraft in britische Fabriken sind die Menschen mit we-nigen Ausnahmen als Maschinen zweiten und geringeren

Ranges behandelt worden. Bei genügendem Nachdenken

über den Gegenstand wird man finden, dafs der Mensch,selbst lilofs betrachtet als Werkzeug zur Hervorbringung desReichtums, noch sehr verbessert werden kann" 1 .

Das wichtigste aber an solchen Aufstellungen war, dafs

1 R. Owen, Letters to tlie owners and superintendents of manu-factories, 1813.