Wehr setzten, wurden die Kämpfe länger, ihr Ausgang zwei-felhafter. Tausende und Abertausende von Familien gerietendurch sie ins Elend; oft war eine schmähliche Niederlage derArbeiter ihr Ende, wie bei dem grofsen Ausstande der ver-vereinigten Maschinenbauer 1852. Andei'erseits aber warenauch Erfolge nicht selten; sie wurden um so häufiger, je mehrdie Arbeiter die Verhältnisse ihres Gewerbes übersehen lernten,den Weltmarkt zu studieren anfingen und darum die Zeitihres Vorgehens richtiger als bisher wählten.
Ein Gewerbe nach dem andern trat so im Laufe desJahrhunderts aus der ersten Periode hinaus, in der der Ar-beitgeber den Arbeitern giebt, was er zu geben gewillt oderdurch gegenseitige Konkurrenz zu geben gezwungen ist. Frei-lich waren es zunächst nur die Arbeiter der eigentlichenGrofsindustrie, welche an dieser Entwicklung teilnahmen.Die ungelernten Arbeiter, die ländlichen Tagelöhner, jeneMassen, welche die Bevölkerung Ost-Londons ausmachen,blieben auf jener ersten organisationslosen Stufe stehen. Da-her wurden sie nunmehr der Sitz jener socialrevolutionärenRichtungen, bis auch für sie heute die Stunde des Fort-schritts gekommen ist. Indem wir hierauf im folgenden Ka-pitel eingehen, betrachten wir zunächst nur die Verhältnisseder Grofsindustrie.
Die Entwicklung geht für diese dahin, Arbeitgeber wieArbeiter zur Einsicht zu bringen, dafs ihr Gegensatz nichtauf persönlichem Übelwollen beruht, sondern ein Kampf ist,wie er sich allenthalben zwischen Käufern und Verkäufernabspielt und als solcher nicht durch das Gefühl, sondern ledig-lich durch Verstandesrücksichten beherrscht wird. Diese An-schauungen entwickelten sich durch den Zwang der Verhältnisse.Nachdem die Versuche, den Arbeiter zu feudalisieren, fehl-geschlagen waren, er andererseits auch nicht mehr als willen-