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2 (1890)
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sparnisse sich über denselben hinauszuheben anfangen, bessersituierte Arbeiter selbst, z. B. in den sogenanntencooperativeOldham joint stock mills"L Dies aber mui's dazu beitragen,dem Arbeiter die Interessen des Arbeitgebers und der Industrieals solcher nahe zu bringen. Ganz besonders ist dies der Fall,wenn, wie heute nicht selten, die Gewerkvereine ihre Erspar-nisse in solcher Form anlegen 2 .

Was die Beziehungen zwischen Arbeit und Kapital an-geht, so haben wir zunächst die Organisation der Arbeiter indas Auge zu fassen. Die in dem Baumwollengewerbe be-schäftigten Arbeiter sind entweder Spinner oder Weber; da-neben kommen zwar noch mancherlei andere Arbeiter vor,so besonders die Kardenarbeiter,cardroommen", welche dieBaumwolle für den Spinner vorbereiten, sodann die Drucker,Appretierer u. s. w., welche das Produkt des Webers weiterverarbeiten. Alle diese folgen dem Beispiel der beiden obengenannten Hauptklassen, so z. B. die Kardenarbeiter (60 000Menschen) dem der Spinner; ihre Vereine sind schwächer alsdie jener, von denen die eigentlichen Lohnkämpfe ausgefochtenwerden, nach deren Ergebnis die Löhne der anderen mithinauf- und hinuntergehen.

Die Gesellschaften der verbündeten Spinner und derverbündeten Weber von Lancashire (amalgamated associatiouof operative cottonspinners, weavers) zerfallen in zahlreicheZweigvereine, welche in den Hauptorten der Grafschaft ihreuSitz haben. Diese Zweigvereine verwalten die örtlichen An-gelegenheiten selbständig und halten zu diesem Zweck einenbezahlten Schriftführer, der ihren Geschäften häufig seine ganze

1 Vergl. Bd. I, S. 361.

2 Sir Charles Dilke erzählt, dafs in Australien Arbeitervereine wieeinzelne Arbeiter als Aktionäre an industriellen Unternehmungen vielfachbeteiligt sind.