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niedergedrückt war, zeigen die Ergebnisse der Königl. Kom-mission, welche 1842 nach Untersuchung der Verhältnisse derin den Bergwerken beschäftigten Arbeiter veröffentlicht wurden.Dieselben sind aus den Reden und Lebensbeschreibungen desGrafen von Shaftesbury bekannt und enthalten wahrhaft er-schreckende Einzelheiten in betreff der Frauen- und .Kinder-arbeit.
Die zweite Periode, welche man als die der Ausständebezeichnen kann, während welcher der Arbeiter sich orga-nisiert und seine Arbeitsbedingungen im Lohnkampfe zu ver-bessern sucht, beginnt 1830 und reicht bis Anfang der sieb-ziger Jahre.
Die älteste der heute in Betracht kommenden Gesellschaftenist der Gewerkverein der Bergleute von Northumberland ; erwurde 1863 gestiftet. Während der sechziger Jahre aberwurde er von den Grubenbesitzern noch nicht anerkannt;daher waren Verhandlungen zwischen beiden Parteien damalsunmöglich. Erhob sich irgend ein Streit, so wurde er aus-gefochten, indem der Gewerkverein die ausstehende Beleg-schaft unterstützte. Auch die Arbeitgeber schlössen sich injenen Jahren zusammen, hauptsächlich um die Widerstands-kraft der Gruben Verwaltungen zu heben, sobald sie in Streitmit ihren Arbeitern sich befanden. So sind die sechzigerJahre von einer grofsen Menge erbitterter Arbeitsstreitigkeitengefüllt, obgleich Geschäftsschwankungen in jenen Jahren nichtvorlagen, vielmehr der Lohn sich im ganzen auf derselbenHöhe hielt. „Kaum irgend welcher Wechsel von Bedeutung,sei es in der Löhnung, sei es in der Art der Arbeit, geschahdamals ohne einen Ausstand", so berichtet Herr Spence Watson,ein unparteiischer Beobachter jener Kämpfe.
Mit dem im Beginn der siebziger Jahre erfolgendenaufserordentlichen Aufschwung der Kohlenindustrie erhob sich